Iranisches Studentenwohnheim: Im Keller bei den Abwasserrohren

An der Amir-Kabir-Universität in Teheran fand eine Kundgebung von über 1000 Studenten statt. Sie forderten die Absetzung des Rektors der Universität, der für die katastrophalen Zustände im Studentenwohnheim verantwortlich ist. Eine Studentin, die eigentlich ein Zimmer im Wohnheim hatte, fand dort keinen Platz. Die Verwaltung hatte 90 Wohnplätze an 130 Studenten vergeben. So machte sich die Studentin auf die Suche nach einem Platz, wo sie nachts schlafen konnte. Im Gebetshaus des Wohnheims war auch alles belegt, so dass sie schließlich in den Keller des Gebetshauses ging, um dort zu schlafen. Anscheinend waren die dort verlaufenden Abwasserrohre undicht, ein Lüftungssystem gab es auch nicht, so dass die Studentin wohl aufgrund der ausgetretenen Gase eine Vergiftung erlitt, der sie im Krankenhaus erlag. Die Universitätsverwaltung hatte daraufhin gar behauptet, die Studentin habe Selbstmordabsichten gehabt, was ihre Freundinnen alle verneinen.
Deshalb forderten die über 1000 versammelten Studenten, dass der Rektor zurücktreten müsse. Der Rektor ließ zwar die Türen zu seinem Amtssitz verrammeln, aber den Studenten gelang es, die Tür aufzubrechen.

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