Iran: Tulpen-Park-Mütter kritisieren UN-Bericht


Die Tulpen-Park-Mütter

Am 23. September 2011 hat Dr. Ahmad Shaheed, der neue UN-Sonderbeauftragte zum Iran, der vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzt wurde, seinen ersten Interimsbericht abgeliefert. Ahmad Shaheed ist ehemaliger Außenminister der Malediven. Am Samstag, den 23. Oktober 2011, haben die „Mütter des Tulpen-Parks“ in Teheran eine Kundgebung in diesem Park abgehalten, um gegen diesen Bericht zu protestieren.
Die Mütter des Tulpen-Parks sind Mütter von ehemaligen Gefangenen, die gefoltert oder hingerichtet wurden oder unter der Folter gestorben sind. Den Müttern wurde z.T. nicht erlaubt, eine Trauerfeier für ihr Kind abzuhalten. Die Regierung hat die Leichen der ermordeten Gefangenen heimlich vergraben, ohne den Angehörigen zu sagen, wo das Grab sich befindet. Nachdem die Mütter nach vielen Bemühungen das Grab ausfindig machen konnten, wurde ihnen nicht erlaubt, dort eine Gedenkfeier für die Toten abzuhalten. Die protestierenden Mütter des Tulpen-Parks wurden vom iranischen Regime verfolgt, die Mehrzahl festgenommen und verhört, einige sogar monatelang in Haft gehalten.


der UN-Sonderbeauftragte zum Iran, Dr. Ahmad Shaheed

Ein wichtiger Kritikpunkt der Mütter ist, dass der neue UN-Sonderbeauftragte nichts von ihrem Schicksal und dem ihrer Angehörigen erwähnt.

Link zu einer jüngsten Pressemeldung des UN-Sonderbeauftragten zum Iran:
http://www.un.org/News/briefings/docs//2011/111020_Iran.doc.htm
Link zum jüngsten Iran-Bericht, der auf der Webseite der Baha‘i veröffentlicht wurde.
(ist natürlich auch im UN-online-Archiv zu finden, wenn man sucht):
http://news.bahai.org/sites/news.bahai.org/files/documentlibrary/859_Special_Rapporteur_report.pdf

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