Iran: Explosion im Raketensilo?


Die Explosion vom 12.11.2011 im Pasdar-Stützpunkt Melard hat im Iran zahlreiche Spekulationen ausgelöst, deren Wahrheitsgehalt schwer überprüfbar sind. Deshalb wollen wir uns auf die wenigen Details beschränken, die nachprüfbar sind. So wird auch durch Fotos bestätigt, dass vom Ort der Explosion oder Explosionen eine große weiße Rauchwolke aufgestiegen ist, was darauf hinweisen könnte, dass es sich nicht um einen kohlenstoffhaltigen Sprengstoff oder Brennstoff handelte.
Der zweite Punkt ist, dass auf dem Stützpunkt Melard Raketen des Typs Sadschil und Schahab III gelagert wurden. Die Rakete Sadschil ist auf einer fahrbaren Plattform montiert, Schahab III soll eine Reichweite von 2000 km haben. Angesichts der jüngsten Drohungen gegen den Iran im Zusammenhang mit dem Atombombenprogramm ist es plausibel, dass die Pasdaran-Führung unter General Hassan Moqaddam versuchte, die Raketen aus der Ziellinie möglicher Angriffe zu bringen und an andere Orte zu verteilen. Die weißen Rauchwolken könnten dann auf explodierenden Raketenbrennstoff zurückgehen.
Der dritte Punkt ist, dass angeblich bei einem Luftabwehrstützpunkt 3 km von diesem Standort entfernt ebenfalls eine Explosion stattgefunden haben soll, die auch von den Pasdaran bestätigt worden sein soll. Eine solche Bestätigung konnten wir bislang nicht finden.
Als Reaktion auf die Explosionen soll an einem weiteren Raketenstandort namens Partschin (ca. 50 km östlich von Teheran) Alarmbereitschaft ausgelöst worden sein.

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