Bricht der innere Konflikt unter den Machthabern Irans nun aus?

Ali Akbar Dschawanfekr, der Mann an der Spitze der staatlichen Zeitung „Iran“, zugleich der leitende Manager der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA und Medienberater von Präsident Ahmadineschad sollte heute verhaftet werden, nachdem er vor 15 Tagen zu einem Jahr Haft veruteilt worden ist. (Vgl. Iran: Kampf um die Medienmacht)

Die Beamten drangen in das Gebäude seiner Zeitung ein und setzten dabei Tränengas und Taser ein. Den Anhängern von Dschawanfekr gelang es vorerst, sein Abführen zu verhindern.

Verschiedene Handy-Videos, die die Szene in schlechter Qualität aufnahmen, werden kurze Zeit später im Internet verbreitet. Sie zeigen, dass ein Teil der Sicherheitskräfte, die die Festnahme vollziehen wollen, sich im Gebäude befindet, und dass das Treppenhaus von Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung blockiert wird. Vor dem Redaktionsgebäude befinden sich weitere Polizeieinheiten und Sicherheitskräfte samt ihren Fahrzeugen:


Das Redaktionsgebäude der staatlichen Zeitung „Iran“ von Polizei umstellt.


Sicherheitskräfte vor der Tür kontrollieren die Strasse und sorgen dafür, dass der Verkehr weiter fließt und die Passanten nicht stehenbleiben.


An dieser Stelle steigt Rauch aus einer Tränengasgranate auf.


Um sich vor dem Tränengas zu schützen, hat dieser Mann ein Tuch vor sein Gesicht gebunden.


Das Feuer innerhalb des Gebäudes wurde von den Mitarbeitern gelegt, vielleicht um das Tränengas zu neutralisieren.

Obwohl der Religionsführer Chamene‘i noch vor wenigen Tagen die Losung ausgegeben hatte, dass die internen Konflikte der Machthaber nicht in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden dürfen, schien sich heute keiner dran zu halten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email