Iran: Versuchte Verhaftung von Ali Akbar Dschawanfekr


Die Regierungszeitung „Iran“ protestiert mit weißem Titel gegen den gestrigen Angriff der Justiz auf ihren Chef Dschawanfekr

Wie am Vortag berichtet, hatten Beamte der iranischen Justiz gestern versucht, den Medienberater des Präsidenten Ahmadineschad am Sitz der von ihm geführten Zeitung „Iran“ zu verhaften. 80 bewaffnete Beamte sollen dabei im Einsatz gewesen sein. Durch den Widerstand der Mitarbeiter der Zeitung und aus anderen Gründen wurde diese Verhaftung verhindert. Die gestrige Meldung, dass bei den Protesten gegen die Stürmung des Zeitungsgebäudes durch die Justizbeamten auch der Provinzgouverneur von Teheran, Mortesa Tamaddon, verletzt worden sei, hat sich als falsch herausgestellt. Laut neuesten Nachrichten hat er zwar die Verletzten „getröstet“, aber er selbst ging unversehrt aus diesem Gefecht hervor.
Anderen Quellen zufolge soll Präsident Ahmadineschad gedroht haben, er werde kommen und seinen Berater Ali Akbar Dschawanfekr persönlich befreien, wenn einer es wage, ihn festzunehmen. Die Justizbeamten traten den Rückzug an, bevor Ahmadineschad eingetroffen war.
Von den knapp 40 Journalisten und Zeitungsmitarbeitern, die den Justizbeamten Widerstand leisteten und abgeführt wurden, sind laut jüngsten Meldungen alle noch am selben Tag wieder freigelassen worden.

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