Iran: Trauerredner mit Pop-Musik


Der junge Mann mit den grünen Haaren ist kein Punk, sondern soll Imam Hossein darstellen, um dessen Märtyrertod das schiitische Trauerfest Aschura kreist

Der Brigadegeneral der Pasdaran Mohammad-Ali Aswadi hat sich am Samstag (03.12.2011) kritisch über die Trauerredner (Maddahan) geäußert, die während der schiitischen Passionsfeiern zum Monat Aschura Trauerreden halten und Trauerlieder über den Tod des Märtyrers Imam Hossein singen.


Ein Trauerredner (Maddah). Sein Platz ist die untere Stufe der Kanzel

Der General, der der Vertreter des Rechtsgelehrten (=Ajatollah Chamene‘i) für Kultur und Propaganda bei den Pasdaran ist, erklärte, dass die Pasdaran 1400 Trauerredner in ihren Reihen hätten. Unter ihnen fänden sich welche, die Melodien aus Los Angeles, wo eine große iranische Exilgemeinde lebt, oder Pop-Musik bei ihren Trauerliedern einsetzten. Der General machte den CIA (wen sonst?) dafür verantwortlich und behauptete, der habe ein größeres Budget dafür eingesetzt, um die schiitischen Trauerrituale im Iran zu unterwandern.
Pop-Musik bei den Trauerfeiern, ein Link zu einer Sendung von Voice of America

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