Iran: Gefälschte Wahlen, gefälschte Studenten, gefälschter Tee


beim Teepflücken im Nordiran

Zumindest in einem sind die iranischen Machthaber gute Lehrmeister. Im Fälschen. Die entsprechende Koransure wird sich sicher noch finden. Während die gefälschten Wahlen von 2009 vielen Menschen das Leben und vielen Tausenden die Freiheit gekostet haben, während die gefälschten Studenten der Ajatollahs jüngst die britische Botschaft in Teheran verwüsteten, hat eine Nation von Teetrinkern nun mit einer weiteren Facette dieser Tugend zu tun, die einem allerdings den Appetit verderben kann. Bekanntlich wird im Norden des Irans, an der Küste des Kaspischen Meeres, ein Tee sehr geschätzter Qualität angebaut. Aber dieser Tee ist im Vergleich zur Importware teuer und der Staat unterstützt die Bauern nicht. So kommt es, dass der Iran heute fast seinen gesamten Verbrauch an Tee importiert. 5.000 Tonnen werden im Land produziert, 35.000 Tonnen werden legal importiert, und 60.000 Tonnen stammen aus dem Schmuggel, dem Wirtschaftsbereich, der am meisten von den Pasdaran kontrolliert wird. Da der importierte Tee nicht so gut schmeckt, greifen die Händler zu einem Trick. Sie mischen etwas iranischen Tee bei, um den Geschmack zu heben, und verkaufen das Ganze zu hohen Preisen als iranischen Tee.
So wie man im Mittelalter in Europa dem kostbaren Pfeffer Mäusedreck beigemischt hat, um den Gewinn zu erhöhen.
Wie man sieht, ob Christen oder Muslime, es gibt viele Gemeinsamkeiten.

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