Iran: Verfolgung der arabischen Minderheit


Die Manabi-Brüder

Ghaleb Manabi Salehi (37 Jahre alt) sowie sein jüngerer Bruder Hassan Manabi Salehi, ein Geschichtsstudent, wurden am 28. November 2011 in Ahwas (Südwestiran) von iranischen Geheimdienst- und Polizeiorganen verhaftet und verschleppt. Die Angehörigen wissen bis heute nicht, wo sich die beiden befinden.
Die beiden Brüder sind im Volk bekannt für die arabischen Lieder, die sie selbst verfassen und vortragen. Aufgrund ihrer früheren „Bekanntschaft“ mit den Staatsorganen hatten sie es vorgezogen, in einen anderen Stadtteil von Ahwas umzuziehen, um ihre staatlichen Verfolger abzuschütteln.
Offensichtlich vergebens. Wie man sieht, nimmt der iranische Staat keinerlei Rücksicht auf ethnische und religiöse Minderheiten, so dass selbst die Verwendung der Muttersprache riskant ist.
Die Intoleranz trifft nicht nur Turkmenen, Aseris und Kurden, sondern auch kleinere Volksgruppen wie die Balutschen und Araber.
Wenn das Regime dann davon redet, die Amerikaner würden Unzufriedenheit unter den Volksgruppen anstacheln, lenkt das nur von seinem eigenen Verhalten ab.
Langfristig gefährdet so ein Vorgehen den Bestand des Irans in seinen heutigen Grenzen.

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