Iran: Im Reich des Dollars und des britischen Pfunds

Während die Bassidschi-Milizen auf Ajatollah Chamene‘is Geheiß die britische Botschaft gestürmt haben, sinkt das Vertrauen in die heimische Währung (Rial/Tuman) im Lande immer mehr. Für ein Land, dessen Einnahmen wesentlich durch den Verkauf von Erdöl bestimmt werden, bedeutet ein Bankembargo zugleich auch ein Zahlungsembargo, weil selbst ausländische Kunden, die iranisches Erdöl gekauft haben, keine Bank finden, mit deren Hilfe sie ihre Schulden bezahlten können. Dadurch wird ausländische Währung rar, der Wert des Tuman fällt. Die Iraner, die Geld haben, stehen schon in den frühen Morgenstunde Schlange vor den Banken, um das Geld gegen Goldmünzen zu tauschen und Fremdwährung wie Dollar und Pfund zu kaufen. Der wirkliche Wechselkurs für ein britisches Pfund liegt inzwischen in Teheran bei 2190 Tuman.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email