Embargo gegen Iran : Rupien statt Dollar

Während die Republikaner in den US-Präsidentschaftswahlen mit der Forderung auftrumpfen, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, fordert die französische Regierung unter Nicolas Sarkozy, die Guthaben der iranischen Zentralbank im Westen einzufrieren. Auch ein Weg, die Krisenbanken zu sanieren…

Angesichts der westlichen Forderungen nach einem Embargo der iranischen Ölexporte und der von der US-Regierung verhängten Behinderung des Zahlungsverkehrs kommt die iranische Regierung in Geldnöte. Indien hat zwar Erdöl erhalten, gibt aber an, es nicht mehr in Dollar bezahlen zu können, der Iran könne dafür ja indische Rupien bekommen. Und Griechenland bietet großzügig an, weiterhin iranisches Erdöl abzunehmen – auf Kredit freilich. Auch die italienische Regierung lässt sich nicht lumpen. Sie fordert keine de facto kostenlose Lieferung von iranischem Erdöl wie die griechische, sondern findet, dass der Iran noch zwei Milliarden Schulden für gelieferte italienische Waren offenstehen habe, da könne er jetzt ja mit dem Öl die Schulden abzahlen. Die Volksrepublik China, die der wichtigste Außenhandelspartner des Irans hat, hat im Januar die Rohöl-Importe aus dem Iran deutlich reduziert und will sie mit Öl aus anderen Quellen ersetzen, u.a. aus Saudi-Arabien, Russland und Vietnam.

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