Archiv für März 2012

Iran: Nourus ist Reisezeit


Teheran! Dies ist kein autofreier Sonntag…

Gewöhnlich reist man zum Neujahrsfest aufs Land, um seine Eltern und Großeltern zu besuchen. Die Straßen von Teheran sehen dann ungewöhnlich leer aus. In bestimmten Städten, die die Touristen anziehen, füllen sich die Straßen dagegen, zum Beispiel in Esfahan oder Schiras.
Auch die Straßen, die in den Norden führen oder nach Bandar-Abbas (am Persischen Golf) sind entsprechend verstopft.

Der Weg dauert lang, wer kein Geld hat für’s Hotel, mietet sich ein Zelt.


Hier die Reicheren,


und hier die weniger Betuchten.


Der Hai trägt den Koran auf den Flossen. Ob er wohl Bertholt Brechts Parabel „Wenn die Haifische Menschen wären“ gelesen hat?
„Auch eine Religion gäbe es ja, wenn die Haifische Menschen wären. Sie würde lehren, dass die Fischlein erst im Bauche der Haifische richtig zu leben begännen.“


Am Meer. Der Mann kommt vom Baden, die Frauen können davon nur träumen.
Sie schreiben lieber in den Sand. „Nahawand“ steht da – der Name der Stadt, aus der sie wohl kommt.

Auch die Orte alter iranischer Kultur werden gerne besucht, sei es die Denkmäler von Tachte-Dschamschid, sei es das Grabmal von Hafes in Schiras.
Und wo viele Menschen zusammenkommen, geht leicht mal jemand verloren.

Hier ein Stand für die Gomschodegaan, die Verlorenen.
Da wartet man dann in der Hoffnung, von seinen Angehörigen wieder aufgelesen zu werden.

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Iran: Spiel- und Spielzeugausstellung in Qaswin


ob er den Kindern wohl Geschichten von Nasreddin Hodscha vorliest?

Das Neujahrsfest im Iran, das 13 freie Tage nach sich zieht, ist im Iran auch die Zeit des Reisefiebers. Qaswin liegt für viele Reisende direkt am Weg. Das macht sich die Spielzeugindustrie zunutze, die in der Nähe von Qaswin angesiedelt ist. Sie hat dieses Jahr zum Neujahrsfest eine Ausstellung von Spielzeug in Qaswin organisiert, die natürlich den Verkauf der Waren fördern soll. Aber da das ja unter den Augen des Staates geschieht, hat man sich auch mit der Geistlichkeit arrangiert. So gibt es neben den herkömmlichen Messeständen der Anbieter und Attraktionen für die Kinder auch Räume, in denen bärtige Geistliche die Kinder auf den rechten Weg führen sollen.


Moschawereye diniye kudak – religiöse Beratung für Kinder (samt ihren Eltern)
Dieser Raum ist nicht eben überlaufen…


Dieses Mädchen macht noch einen selbstbewussten Eindruck. Hoffen wir, dass die Mollas und die Erziehung es nicht brechen.


Wer sagt, dass Katzengesichter ein Zeichen von „Verwestlichung“ seien?


Verwandlung vollzogen


Wenn’s drauf ankommt, kann der Islam auch anpassungsfähig sein.
Mit grauen Kutten zieht man jedenfalls keine Kinder an…

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Iran: Das Licht des Herzens in Schahre Kord

In Schahre Kord bei Esfahan gibt es eine über 400 Jahre alte Nourus-Tradition. Dort bereiten die Frauen etwa zehn Tage vor dem Neujahrsfest ein Tablett vor, auf dem sie Weizen ankeimen lassen, der dann einen frischen grünen Rasen auf dem Tablett bildet. In die Mitte stellen sie ein Lämpchen. Am Vorabend des Neujahrstags gehen die Frauen dann mit diesem Lämpchen, das „Tscheraghe Del“ (Licht des Herzens, Lampe des Herzens) genannt wird nach dem Dunkelwerden auf der Straße umher und wünschen den Passanten alles Gute zum Neuen Jahr. Die Angesprochenen geben dann meist etwas Geld und wünschen sich dabei im Herzen etwas.

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Iran: Nourus oder Basler Morgestraich?

In Qa‘emschahr in der iranischen Provinz Masandaran (am Kaspischen Meer) werden ebenfalls Sprüche zum persischen Neujahrsfest aufgesagt. Die überlebensgroße Figur ist Hadschi Firus.

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Iran: Nourus bei den Aseris


Eine große Volksgruppe im Iran bilden die Aseris, die als Muttersprache Aseri (aserbaidschanisches Türkisch) sprechen. Bei ihnen gibt es einige besondere Nourus-Traditionen, zum Beispiel Aufführungen mit Puppen, bei denen bestimmte Verse aufgesagt werden. Hier ein Beispiel:

bizim yerda yumurta:ni yuya:rla:r
onuni dunub yeddi ranga buya:rla:r
yeddisinda tahvil usta quya:rla:r
sizun bu ta:za ba:yra:muz muba:rak
a:yuz, iluz, haftuz gunuz muba:rak.

Bei uns waschen sie die Eier,
drehen sie und färben sie in sieben Farben,
und legen die sieben auf das (Neujahrs)Gedeck.
Euer neues Fest sei gesegnet
Euer Monat, euer Jahr, eure Woche, euer Tag sei gesegnet.

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EU verschärft Sanktionen gegen iranische Machthaber

Der Rat der Europäischen Union hat am 23. März 2012 eine Liste von Sanktionen gegen iranische Amtsträger beschlossen, die für massive Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. Auf der Liste stehen der Informationsminister TAGHIPOUR Reza (Taghipur), der Oberste Chef der iranischen Justiz LARIJANI Sadeq (Laridschani) und der Direktor der staatlichen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft, ZARGHAMI Ezzatollah (Sarghami), insgesamt 17 Personen. Weitere Einzelheiten über die EU-Sanktionen und die von den Sanktionen betroffenen Personen finden Sie auf der offiziellen EU-Seite:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:087:0026:0036:DE:PDF
VERORDNUNG (EU) Nr. 264/2012 DES RATES vom 23. März 2012

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Schiras: Staatlicher Überfall auf Baha‘is

Wenige Tage vor Beginn des iranischen Neujahrs haben Beamte des iranischen Geheimdienstes die Wohnungen mehrerer Angehöriger der Baha‘is, einer religiösen Minderheit, in Schiras gestürmt und religiöse Gegenstände beschlagnahmt. Es gab auch Verhaftungen. In einigen Fällen hatten die Verfolger das Nachsehen, weil einige Baha‘is im Vorfeld des Neujahrsfestes Reisen zu Verwandten unternommen hatten und deshalb nicht zu Hause waren.

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Bandar-Abbas: Staub in der Luft


Wer als Tourist in den Iran kommt, hat neben den Sehenswürdigkeiten sicher auch im Kopf, dass es ein Land großer Wüsten ist.

Wie sich die Trockenheit im Alltag speziell im südlichen Teil des Landes auswirkt, zeigen diese Fotos aus der Hafenstadt Bandar-Abbas. Wenn dieses staubige Wetter jetzt im Frühling tagelang andauert, kann das schwere Folgen für die Landwirtschaft haben. Wenn sich der Staub auf die Blätter legt, führt das anschließend zu einem Massenauftreten von Blattläusen, die die Ernte ruinieren.

Aber auch für die Menschen ist es nicht angenehm, mit Staubmasken herumzulaufen, viele Menschen ziehen sich bei diesem Wetter Lungenerkrankungen zu.

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Iran: Versammlung am falschen Grab

Wir erinnern uns an die Bilder von den letzten Parlamentswahlen im Iran, wo die Regierung alle Mühe hatte, den ausländischen Journalisten eine hohe Wahlbeteiligung vorzutäuschen. Oder an die Feiern zum Jahrestag der Revolution auf halb leeren Plätzen.
Trotz kostenloser Fahrt und Vesperpaketen lockt die Regierung damit keine Maus mehr hinter dem Ofen hervor, es kommen nur die, die dazu verpflichtet sind.
Ganz anders heute, dem ersten Tag des persischen Neujahrsfests Nourus (20.03.2012). Mehrere Tausend Iranerinnen und Iraner haben sich heute am Grab des berühmten iranischen Dichters Hafes in Schiras versammelt. Man hört sie singen. Das Lied heißt: „Ey, Iraan“ – es ist die iranische Nationalhymne, die im Volk beliebt ist, nicht die amtliche.
Den Herrschern wäre es lieber, die Menschen sängen „Chomeini, ey Emaam“ (Chomeini, unser Imam), aber sie tun es nicht.

Das ist der iranische Frühling, und er wird kommen.
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=46012

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Sofreye Haft Sin vor dem Ewin-Gefängnis

Heute, am 20. März 2012, hat im Iran das Neue Jahr begonnen. Es folgen 13 Festtage. Von der Gesetzeslage wäre es für die Machthaber ein Leichtes, für diese Zeit den Gefangenen Hafturlaub zu gewähren. Die Behörden verweigerten ihnen den Urlaub. Deshalb haben die Angehörigen politischer Gefangener beschlossen, sich vor dem Ewin-Gefängnis in Teheran zu versammeln. Die Behörden griffen ein und trieben die Familien auseinander. Auch ein zweiter Versuch in etwas größerem Abstand vom Gefängnis wurde von den Behörden unterbunden.
Daraufhin schlug die Familie des politischen Gefangenen Huschmand in der Nähe der Gefängnismauer das Tischgedeck für das Neujahrsfest auf, die auf persisch „Sofreye Haft Sin“ heißt. Die achtjährige Tochter von Herrn Huschmand schrieb auf ein Blatt Papier: „Papa, ich hab dich lieb, komm nach Hause zurück!“

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Iran: Mehdi Chas‘ali auf freiem Fuß

Der Arzt Mehdi Chas‘ali, der Sohn des bekannten Ajatollahs Abulqassem Chas‘ali, war vor über zwei Monaten verhaftet und dabei so brutal behandelt worden, dass ihm die Hand und ein Zahn brachen. Er wurde aus politischen Gründen zu viereinhalb Jahren Gefängnis und zehn Jahren Verbannung verurteilt worden, die Strafe sollte er in Borasdschan antreten, einem heißen Ort im Süden des Irans, der für sein ungesundes Klima berüchtigt ist.
Mehdi Chas‘ali war aus Protest gegen seine Inhaftierung in Hungerstreik getreten – erst verweigerte er feste Nahrungsmittel, dann auch Flüssigkeiten. So nahm er in der Haft über 30 kg ab. Sein Tod wäre für das Regime nicht sehr rühmlich gewesen, deshalb suchte es nach Wegen, ihn vom Hungerstreik abzubrechen. Während weder Mehdis Frau noch Mehdis Kinder das Recht erhielten, ihn in Haft zu besuchen, durfte seine Mutter ihn besuchen. Das Regime nutzte den Kontakt zu seiner Mutter dazu, um auf ihn psychischen Druck auszuüben und ihn zur Aufgabe des Hungerstreiks zu drängen. Als das Flehen der Mutter nicht half, drohte sie: „shiram-raa halaalat nemikonam.“ – „Ich erkläre meine Muttermilch, (die ich dir gegeben habe), nicht für rechtmäßig.“ Das bedeutet, dass er diese Milch unrechtmäßig erhalten hätte und folglich auch nicht ins Paradies käme. Unter Muslimen ist das eine der schlimmsten möglichen Drohungen. Zugleich ist es auch eine Art Aufkündigung der Beziehung Mutter-Sohn.
Unter diesem Druck ließ Mehdi Chas‘ali vom „trockenen Hungerstreik“ ab und nahm wieder Flüssigkeit zu sich. Das Regime dagegen hatte sein Gesicht gewahrt und in keinem Punkt nachgegeben.
Jetzt wurde Mehdi Chas‘ali aufgrund der „großzügigen Gnade“ von Ajatollah Chamene‘i gegen Kaution auf freien Fuß gelassen. Nicht, weil das Urteil ungerecht war und nicht weil seine Inhaftierung illegal war, sondern weil der Religiöse Führer eben so ein toleranter Mensch ist…
Eine solche Freilassung kann jederzeit widerrufen werden, es wird sich zeigen, ob die Freilassung wesentlich länger dauert als die 13 Tage des persischen Neujahrsfestes.

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Am 20. März ist Frühlingsanfang

Im Iran ist das auch der Beginn des Neuen Jahres.

Zu diesem Anlass wünschen wir Ihnen Alles Gute.

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Nourus-Chan: Wandernde Dichter zum iranischen Neujahrsfest

Im Nordiran, in der Region Gilan, die an das Kaspische Meer grenzt, gibt es eine besondere Tradition zum iranischen Neujahrsfest Nourus, die Nourus-Chani genannt wird. Dazu ziehen sich Männer bestimmte Gewänder an und gehen dann in kleinen Gruppen von Dorf zu Dorf, um traditionelle Gedichte zum Neujahr vorzutragen. Der eine trägt vor, die anderen begleiten ihn mit Musik. Die Künstler werden dafür mit Tee und Früchten bewirtet und bekommen auch Geld.
Hier einige Fotos:


Sie schnüren die Schuhe


Sie wandern deklamierend und spielend durchs Dorf


Durch den Wald geht’s zum nächsten Dorf


Am Rapsfeld vorbei


Die Künstler sollen nicht leer ausgehen

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Iran: Feuer im Bart des Ajatollahs


Hadschi Firus zwischen den Autos
Im Iran ist der letzte Dienstag vor Nourus, dem Frühlingsanfang und zugleich dem Beginn des iranischen Jahres, ein besonderer Tag. Am Abend dieses Dienstags machen die Jugendlichen an vielen öffentlichen Plätzen Feuer, springen darüber und sagen den Spruch „Zardiye man az to, sorxiye to az man“ (Mein Gelb für dich, dein Rot für mich. Gelb steht für Krankheit, Rot für Lebensfreude). Auch Feuerwerksraketen und Knaller werden an diesem Abend gezündet, und so manche verkleiden sich an diesem Tag als Hadschi Firus, mit rotem Anzug und geschwärztem Gesicht, singen, tanzen und sagen bestimmte Sprüche auf, wofür ihnen die Leute Geld geben. In heutiger Zeit kann das mitten auf der Straße zwischen den fahrenden Autos sein.

Die vier Bärtigen
Da es sich bei diesem Fest, das Tschahar-Schanbeje Suri genannt wird, um eine alte, vorislamische Tradition handelt, war es das stete Streben der herrschenden Ajatollahs, dem Volk diese Sitten auszutreiben. Das ist weder Chomeini gelungen noch seinem Nachfolger Chamene‘i. Dieses Jahr haben sich gleich vier Ajatollahs gemeinsam gegen diesen „Aberglauben“ ausgesprochen:
Ajatollah Naser Makarem Schirasi, Ajatollah Lotfollah Safi Golpajegani, Ajatollah Mesbah Jasdi, Ajatollah Mahdawi Kani.
Was das für Unsinn sei, dieser Spruch: Mein Gelb für dich, dein Rot für mich!
Aber das Wettern half nichts.

Selbst in Maschhad

Selbst in Maschhad, einem religiösen Zentrum, wo die Geistlichen wegen des Grabs von Imam Resa besonders großen Einfluss haben, wurde das Fest des Tschahar-Schanbeje Suri überall begangen. Da half auch keine Polizei. Die hatte zwar im ganzen Land scharfe Einsätze angekündigt, aber das Volk wusste ja, dass die Feuerwerkskörper, die vor dem Fest verkauft wurden, aus den Fabriken der Pasdaran stammten. Geschäft ist Geschäft.

So lebt diese Sitte weiter, Geistliche hin oder her.

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Assadollah Assadi: Arzt im Iran gefoltert

Seit über zwanzig Monaten ist Assadollah Assadi, ein Arzt aus Tabris, in Haft, ohne dass ein Urteil gegen ihn ergangen wäre. Er wurde zuerst von den Behörden in Tabris festgehalten und unter Folter verhört, dann in Teheran erst an einem geheimen Ort verhört und schließlich ins Ewingefängnis in Teheran verlegt, wo er in den Trakten 209, 240 später 350 in Haft war, davon eine längere Zeit in Einzelhaft. Die Folterungen zerstörten nicht nur seine Nieren und seine Augen, mit denen er nicht mehr sehen kann, sondern auch seine psychische Gesundheit. Er wurde mit dem Kopf in die Toilette getunkt, er wurde in die Abwasserkanalisation gesteckt und ihm wurde gedroht, er würde so bei lebendigem Leib begraben. Dies und andere Unmenschlichkeiten haben ihn so weit gebracht, dass er zwanzig Tabletten schluckte, um Selbstmord zu begehen. Nur durch das rasche Eingreifen seiner Mitgefangenen konnte er vor dem Tod gerettet werden. Sein Fall wurde zwar vom UN-Sonderberichterstatter zum Iran im jüngsten Bericht aufgeführt, aber das hat die iranischen Behörden nicht davon abgehalten, ihn weiter zu quälen. Trotz aller Folterungen hat der Gefangene sich bislang geweigert, das auszusagen, was die Behörden ihm in den Mund legen wollen. Auch ein Lügendetektor brachte die Behörden nicht weiter, klar, denn die Lügner sind an der Macht und nicht hinter Gittern.

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