Assadollah Assadi: Arzt im Iran gefoltert

Seit über zwanzig Monaten ist Assadollah Assadi, ein Arzt aus Tabris, in Haft, ohne dass ein Urteil gegen ihn ergangen wäre. Er wurde zuerst von den Behörden in Tabris festgehalten und unter Folter verhört, dann in Teheran erst an einem geheimen Ort verhört und schließlich ins Ewingefängnis in Teheran verlegt, wo er in den Trakten 209, 240 später 350 in Haft war, davon eine längere Zeit in Einzelhaft. Die Folterungen zerstörten nicht nur seine Nieren und seine Augen, mit denen er nicht mehr sehen kann, sondern auch seine psychische Gesundheit. Er wurde mit dem Kopf in die Toilette getunkt, er wurde in die Abwasserkanalisation gesteckt und ihm wurde gedroht, er würde so bei lebendigem Leib begraben. Dies und andere Unmenschlichkeiten haben ihn so weit gebracht, dass er zwanzig Tabletten schluckte, um Selbstmord zu begehen. Nur durch das rasche Eingreifen seiner Mitgefangenen konnte er vor dem Tod gerettet werden. Sein Fall wurde zwar vom UN-Sonderberichterstatter zum Iran im jüngsten Bericht aufgeführt, aber das hat die iranischen Behörden nicht davon abgehalten, ihn weiter zu quälen. Trotz aller Folterungen hat der Gefangene sich bislang geweigert, das auszusagen, was die Behörden ihm in den Mund legen wollen. Auch ein Lügendetektor brachte die Behörden nicht weiter, klar, denn die Lügner sind an der Macht und nicht hinter Gittern.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email