1. Mai im Iran: Staat schickt Arbeiter in die Wüste

Im Iran wurde der 1. Mai nach dem Sturz des Schahs zu einem amtlichen Feiertag. Man sollte meinen, dass es den Arbeitern kein Problem bereiten sollte, an diesem Tag eine 1.-Mai-Kundgebung abzuhalten. Zumal auch die iranische Verfassung in Artikel 27 den Bürgern ein Recht auf friedliche Versammlung ohne Waffen gibt.
Die Wirklichkeit sieht anders aus. Der Arbeiteraktivist Hossein Taherzade berichtet, dass die zuständige Kommission, die im Innenministerium angesiedelt ist, das Verfassungsrecht auf Versammlungsfreiheit ignoriert und in den letzten Jahren nur eine Kundgebung beim Friedhof Beheschte Sahra erlaubt hat, 45 km von der Hauptstadt entfernt, mitten in der Wüste. Es sieht so aus, als wolle das Regime es auch in diesem Jahr so halten. Die Arbeiter wollen sich damit nicht zufrieden geben.
Interessant ist, dass die staatliche Nachrichtenagentur ILNA dieses Interview mit dem Arbeitervertreter überhaupt geführt und veröffentlicht hat.

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