Iran: Zucker- und Weizenimporte machen die Bauern arbeitslos

Behzad Qarayazi, ein Experte des iranischen Landwirtschaftsministeriums, erklärte gegenüber der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur ILNA, dass die massiven Zuckerimporte in der Regierungszeit von Präsident Ahmadineschad dazu geführt habe, dass Zehntausende iranische Bauern dieses Sektors arbeitslos geworden seien. In der zweiten Regierungszeit von Ahmadineschad hätten die rasant gestiegenen Weizenimporte zudem dazu geführt, dass die Bauern, die Weizen anbauen, beschlossen hätten, ihre Ernte auf den Feldern stehen zu lassen, da sie unter diesen Bedingungen nicht einmal ihre Kosten decken können.
Genauso, wie ILNA seit neuestem die Industriepolitik der Regierung Ahmadineschad kritisiert, scheint sie jetzt auch auf die verheerenden Folgen seiner Politik für die Landwirtschaft aufmerksam machen zu wollen. Dahinter steht sicher auch das Bestreben von Ajatollah Chamene‘i, Ahmadineschad politisch aus dem Verkehr zu ziehen.

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