Iran: Ausländerhetze statt Arbeitsplätze

Aus der am kaspischen Meer gelegenen Region Masandaran sind ausländerfeindliche Töne aus amtlichem Munde zu hören.
Der für Sicherheits- und Politikfragen verantwortliche Vertreter der Regionalverwaltung Hadi Ebrahimi erklärte gegenüber der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA, dass der Aufenthalt von Afghanen in dieser Region ab dem 1. des iranischen Monats Tir (also dem 21. Juni 2012) verboten sind. Eigentlich gibt es schon seit fünf Jahren diesbezügliche Einschränkungen, aber die wurden anscheinend nicht konsequent umgesetzt.

Arbeitsverbot, Heiratsverbot
Ab dem 1. Tir (21. Juni) ist es iranischen Frauen in Masandaran verboten, afghanische Männer zu heiraten, Arbeitgeber dürfen keine Afghanen mehr beschäftigen.
Hadi Ebrahimi gab keinerlei Gründe für diese ausländerfeindliche Maßnahme an, aber man kann vermuten, dass die iranischen Behörden auf diesem Weg von ihrer katastrophalen Wirtschaftspolitik ablenken wollen und einen Sündenbock für die massiv steigende Arbeitslosigkeit suchen.
Wie man sieht, sind die im Iran herrschenden Mollas und Pasdaran treue Kinder westlicher Politiker, die ähnliche Rezepte anbieten, wenn es um die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit geht.

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