Iran: 5 km Verwüstung in Dorud


In Dorud: Aufgebrochene Türen

Die iranische Stadt Dorud zählt etwa 110.000 Einwohner, sie liegt südwestlich von Teheran in der Region Lurestan.
Dort fanden am Tag der Teilwahlen zum iranischen Parlament, also am Freitag, den 4. Mai 2012, verheerende Ausschreitungen statt. Die Täter waren freilich keine betrunkenen Jugendlichen oder sonstiger Mob, sondern Anhänger von „Präsident Ahmadineschad“, die sich bei diesen Wahlen nicht gegen die Leute von Ajatollah Chamene‘i durchsetzen konnten. Diese gewalttätigen Schläger begannen noch vor dem Abschluss der Auszählung der Stimmen, sich vor dem Sitz des Chefs der Sicherheitsorgane der Region zu versammeln und wollten das Gebäude stürmen. Das gelang ihnen nicht.


Zerstörte Fahrzeuge

Darauf zogen sie marodierend durch die Straßen, schlugen Autoscheiben und Schaufenster ein, verwüsteten Geschäfte, verprügelten Passantinnen und zerrissen ihre Kleider, kurz, auf eine Länge von 5 Kilometer zerstörten sie, was ihnen in den Weg kam. Wer sich ihnen nicht in den Weg stellte war die Polizei! Auch die Bassidschi und die Revolutionswächter ließen sich nicht blicken, die können nur auf unbewaffnete Demonstranten schießen…


Eingeschlagene Scheiben

In diesem Konflikt geht es nicht um Ideologie, denn beide Flügel sind stockkonservativ und menschenfeindlich, sondern um die Verteilung von Posten. Den Verlierern geht es an die Existenz, und da sie bisher die Macht hatten, versuchen sie mit Gewalt, diese Macht zu behalten. Die staatlichen Medien haben diese Gewalttätigkeiten geheim gehalten.

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