Mordfatwa gegen den Rapper Schahin Nadschafi (Shahin Najafi) in Deutschland


Tödlicher als die Pest – der Islam nach Ajatollah Golpayegani

Religiöse Dekrete im Iran: Fatwas
Die amtliche Version des Islam in der Islamischen Republik Iran hat einige Besonderheiten, die wir in Erinnerung rufen wollen. So gibt es im Schiitentum, das im Iran die Macht hat, einen auf den ersten Blick positiv erscheinenden Zug: den Pluralismus von Meinungen. Und zwar hat jeder Ajatollah, also ein in Jahrzehnten ausgebildeter und anerkannter Rechtsgelehrter, das Recht, den Koran nach seinem Verständnis auszulegen. Es gibt keinen Papst, der eine einheitliche Doktrin erzwingt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sobald nämlich ein Ajatollah – egal welcher – seine Meinung verbindlich in einem religiösen Dekret (Fatwa) zu einem Thema geäußert hat, haben alle anderen Ajatollahs zwar das Recht zu schweigen (das nennt man Taghiye), sie können sogar sagen, dass sie selbst in einem konkreten Punkt etwas anderes praktizieren, aber sie haben kein Recht, ein religiöses Dekret (Fatwa) zu erlassen, das das Gegenteil der zuerst veröffentlichten Meinung beinhaltet.

Salman Rushdie
Die Folgen konnte man zum Beispiel im Fall des britisch-indischen Schriftstellers Salman Rushdie erleben. Ajatollah Chomeini hatte damals wegen seines Buchs „Satanische Verse“ eine Fatwa gegen ihn erlassen, die es jedem Muslim zur Pflicht machte, Salman Rushdie zu ermorden. Sogar eine Stiftung wurde gegründet, die dem Mörder eine Belohnung in Millionenhöhe in Aussicht stellte. Es gab einige Ajatollahs im Iran, die diese Todesfatwa missbilligten, aber eingedenk der schiitischen Tradition hüteten sie sich, in einer Fatwa gegen Ajatollah Chomeini’s Fatwa Position zu beziehen. Das Höchste war schweigen.


Salman Rushdi und sein Buch

Das Gefängnismassaker von 1988
Es gibt ein weiteres Beispiel für diese tödliche Praxis – das Gefängnismassaker von 1988. Nachdem Ajatollah Chomeini den iranisch-irakischen Krieg verloren hatte und gezwungen war, einen Waffenstillstand mit dem Irak zu akzeptieren, wollte er sich zumindest seine innenpolitischen Gegner noch rasch vom Hals schaffen. Er erließ eine Fatwa, dass alle Gefangenen, selbst diejenigen, die ihre Strafe verbüßt hatten, die Frage beantworten müssten: „Akzeptierst du die Islamische Republik Iran?“ Wer mit Nein antwortete, wurde hingerichtet. Fünftausend Opfer dieser Frage sind namentlich bekannt, es mögen 15.000 Gefangene sein, die damals aus diesem Grund in den iranischen Gefängnis ermordet wurden. Auch in diesem Punkt hat kein Ajatollah öffentlich in einer Fatwa eine Gegenposition eingenommen. Der einzige, der sich damals überhaupt in Form eines Briefs äußerte, war Ajatollah Montaseri. Und die Rechnung kam postwendend. Er, der damals Stellvertreter von Ajatollah Chomeini war und als sein sicherer Nachfolger galt, wurde von seinen Ämtern verbannt und lebte bis zu seinem Tod in einer Art von Hausarrest. Wer dagegen schwieg und später als Führer der „Grünen Bewegung“ öffentlich erklärte, man müsse zu den Lehren von Ajatollah Chomeini zurückkehren, war Mirhossein Mussawi.


Ajatollah Chomeini

Die Todesspirale
Diese schiitische Verhaltensnorm führt dazu, dass der radikalste Ajatollah, der am meisten vorprescht, seine Meinung religiös und politisch durchsetzen kann, und wenn auch alle anderen dagegen wären. Sie führt auch dazu, dass der Kreis derer, die an der Todesspirale drehen, immer enger wird. Am Anfang der Islamischen Republik Iran standen Leute wie Ajatollah Chomeini, Rafsandschani (später als Pragmatiker gefeiert), Chatami (später als Präsident der Reformer gepriesen) und Mirhossein Mussawi (der nominale Führer der Grünen Bewegung) alle auf derselben Seite. Alle unterstützten sie die Beseitigung der Nichtislamisten, die Verfolgung der Linken, der Demokraten, der Volksmudschahedin, der Baha‘is und der Juden. Es war Rafsandschanis Geheimdienstminister Ali Fallahian, der auf der Basis von Todesfatwas im Ausland Mordanschläge durchführte, so den Mord an iranischen Kurdenführern in Berlin im Jahre 1992. Es war Chatami, der zwar seine Karriere als Präsident mit einem lächelnden Gesicht antrat, aber nicht den Mund aufmachte, als die iranischen Organe politische Serienmorde verübten. Mehr noch, schon unter Chatamis Regierung begannen die Überfälle und Morde auf organisierte gläubige islamische (!) Studenten vom Daftar-e Tahkim-e Wahdat (Büro zur Festigung der Einheit). Es waren die reformorientierten Studenten, deren Liquidierung er wortlos zuschaute. Das Lächeln verging ihm später, als Ajatollah Chamene‘i Mahmud Ahmadineschad an die Macht brachte. Nun, nachdem die Kommunisten weg waren, die Demokraten, die Nationalisten und die Moschahedin, ging es den Reformern an den Kragen. Erst wurden sie von den Trögen der Macht vertrieben, Ahmadineschad setzte überall seine Leute ein – bei der Polizei, den Landratsämtern, in den Schulen und an den Universitäten, und später, nach der groben Wahlfälschung vom Juni 2009 und den Massendemonstrationen, kamen sie zu Tausenden ins Gefängnis. Die Verfolgungswelle gegen die Reformisten wurde damals mit der Bezeichnung „Fetnegaran“ (Unruhestifter, Aufwiegler) von Ajatollah Chamene‘i gutgeheißen.
Die gesamte Macht war in der Hand der Fundamentalisten.
Die Zeiten änderten sich, Ahmadineschad versuchte, sich gegenüber Ajatollah Chamene‘i durchzusetzen und setzte unter anderem auf die nationalistische Karte. Die Geistlichkeit um Chamene‘i sah ihre Stellung bedroht und schlug zurück. Das Lager um Ahmadineschad wurde als „Enherafiyun“ (Die Abweichler) tituliert, es begannen Gerichtsverhandlungen und Verhaftungen. Mit Vorsicht freilich, denn Ahmadineschads Leute haben Waffen und sitzen in den Revolutionswächtern, in den Geheimdiensten etc.
Diese Säuberung ist schon voll im Gange und bestätigte sich bei den letzten Scheinwahlen zum Parlament, als Ahmadineschad nur noch mit 30 Leuten statt mit 289 Abgeordneten einziehen konnte.


Rapper Schahin Nadschafi

Fatwa gegen Rapper
Das ist der geistige Hintergrund, vor dem die jüngsten Todesfatwas gegen den iranischen Rapper Schahin Nadschafi stehen. Schahin Nadschafi kam 2005 als Flüchtling nach Deutschland, nachdem er wegen seiner musikalischen Aktivitäten im Iran in Gefahr war. Er hatte seine Musik damals im Untergrund aufgeführt. In Deutschland schrieb er weiter an seinen Texten und brachte einige Alben heraus. Sein jüngstes Lied hat ihm mehr Öffentlichkeit beschert als er je erwartet hätte. Es heißt: Ay Naghi!
Hier der Link:
http://www.youtube.com/watch?v=4rDXhjIN030


Frauenbrust als Moscheenkuppel

Schahin Nadschafi, ein gläubiger Muslim, hat etwas getan, was unter Schiiten – nicht nur im Iran – weit verbreitet ist. Er hat einen der Imam angerufen, auf poetische Art, in der Sprache der Neuzeit. Und den Liedtext, den er auf youtube veröffentlicht hat, hat er zudem mit einer netten Karikatur verziert. Man sieht die Kuppel einer Moschee, etwas unsymmetrisch allerdings, denn es handelt sich um eine vergrößerte Frauenbrust. Daran haben einige iranische Islamisten Anstoß genommen, die von einem Ajatollah ihrer Wahl – Ajatollah Makarem Schirasi – eine Todesfatwa verlangten. Sie behaupteten, die Moscheekuppel sei die vom Heiligtum des Imam Resa.

Islam – Religion der Sexbesessenen?
Schahin Nadschafi wurde auf diesen Vorwurf angesprochen und erklärte, er habe keine konkrete Moschee dargestellt aber deutlich machen wollen, dass es kaum eine Religion gebe, die so von sexuellen Themen besessen sei wie der Islam. Und darin kann man ihm nur Recht geben.


Ajatollah Gilani, er hat persönlich das Todesurteil gegen seine zwei Söhne gefällt, die in den Volksfedayin (iranische Linke) aktiv waren

Ajatollah Gilanis Erdbeben
So kennen die älteren Iraner noch Ajatollah Gilani, der nach der Revolution von 1979 an zahlreichen Todesurteilen beteiligt war. Er hielt damals zahlreiche Predigten im Fernsehen. Fast immer sprach er über Sex, darüber was halal (religiös erlaubt) und haram (religiös verboten) sei. Dabei kam er auch darauf zu sprechen, dass Sex zwischen einer Tante und ihrem Neffen verboten (haram) sei. Sofern er absichtlich erfolge. Wenn aber der Fall eintrete, dass der Neffe in einem zweistöckigen Bett über der Tante schlafe und sich ein Erdbeben ereigne und er dabei auf seine Tante falle und der Neffe dabei unglücklicherweise so auf seine Tante falle, dass daraus ein Kind resultiere, dann sei das Kind halal – also religiös legitim. Dabei ist Ajatollah Gilani kein Einzelfall.

Ajatollah Chomeini kommt auf den Hund
Sein inzwischen ebenfalls verstorbener Kollege Ajatollah Chomeini hat sich in seinen religiösen Schriften mit vielen Dingen befasst, z.B. mit der Frage der Wiederherstellung der religiösen Reinheit des Mannes, wenn dieser Geschlechtsverkehr mit einem Huhn oder einem Hund hatte. Die religiösen Schriften der Ajatollahs sind voll davon, in welcher Form Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau, zwischen Mann und Mann, zwischen Mann und Junge, zwischen Mann und Tier erlaubt sind oder was zu tun ist, um die religiöse Reinheit herzustellen, wenn sie verloren gegangen ist. (Details kann man z.B. im Buch „Resaale“ von Ajatollah Chomeini finden).


Schreibtischtäter Nummer 2 – Ajatollah Makarem Schirasi

Gleich zwei Todesfatwas
Schahin Nadschafi beleidigt keine Imame und keinen Propheten, er schreibt in seinem Rapp-Gedicht über die Wirklichkeit der Islamischen Republik Iran. Und das ist auch der Grund, warum die Ajatollahs so aufgebracht sind. Als erster hat Ajatollah Safi Golpayegani eine Todesfatwa erlassen, als zweiter Ajatollah Makarem Schirasi. Beides sind enge Vertraute von Ajatollah Chamene‘i, das heißt, der religiöse Führer des Irans steht im Hintergrund dieser Aktivitäten. Die Ajatollahs haben es gelernt, sich versteckt auszudrücken. Den Namen von Schahin Nadschafi braucht man in ihren Fatwas nicht zu suchen. Sie sagen, wenn ein Muslim einen Imam beleidigt, dann ist er ein Mortad (Abtrünniger, einer der vom Glauben abfällt), und darauf steht – ohne dass der Ajatollah das aussprechen muss, die Todesstrafe. Jeder gläubige Muslim ist verpflichtet, diesen Spruch auszuführen. Und zudem winkt eine Belohnung von 100.000 Dollar, vielleicht wird sie ja noch aufgestockt…

Was schreibt Schahin Nadschafi?
Es ist bedauerlich, dass einige westliche Presseorgane die Behauptung der Ajatollahs übernehmen, ohne den Text selbst gelesen oder verstanden zu haben. Denn an keiner Stelle beleidigt Schahin Nadschafi den Imam Naghi, der nach dem Glauben der Schiiten der zehnte Nachfolger nach dem Propheten Mohammad ist. Er soll im 9. Jahrhundert nach Christus gelebt haben, der letzte – und zwölfte – Imam, der Mahdi, gilt als verschwunden und die Schiiten warten auf seine Wiederkehr. Dann ist es nicht mehr weit zum jüngsten Gericht. Auch Präsident Ahmadineschad hat versucht, sich diese Legende zunutze zu machen, obwohl er selbst kein Geistlicher ist
Schahin Nadschafi kritisiert in seinem Lied die scheinheiligen Interpreten der religiösen Texte, die Machthaber, die korrupte Islamische Republik.

Der Text
Naghi, ich schwöre auf deine lustige Natur,
auf den, der aus der Grube (=Iran) ins Exil geflüchtet ist,
auf den großen Penis des Lebens
der hinter uns sitzt, drohend bereit,
Naghi, ich schwöre auf dich, auf den Boykott in aller Länge und Breite (gemeint ist der US-/EU-Wirtschaftsboykott),
auf den steigenden Dollarkurs, auf das Gefühl der Erniedrigung,
Naghi, ich schwöre auf den Imam aus Pappe (Ahmadineschad hatte dieses Jahr zum Jahrestag der Revolution an verschiedenen Orten ein Pappbild von Chomeini aufstellen lassen)
ich schwöre auf das Ali-rufende Kind, das noch in der Gebärmutter steckt (Anspielung auf Legenden zu Ajatollah Chamene‘i, der angeblich schon als Kind im Mutterleib Ali angerufen habe),
ich schwöre auf die Lektion in Gelehrsamkeit im Nasenoperationssaal (Nasenoperationen sind im Iran der letzte Chic der Oberschicht),
auf den Agha (Bezeichnung für den Religiösen Führer), auf den Rosenkranz und das Gebetstuch made in China,
Naghi, ich schwöre auf den Finger von Schit Resa‘i (gemeint ist der Fußballer, der eine obszöne Geste mit dem Finger machte, als sich mehrere Fußballer in ihrer Freude über einen Sieg umarmten),
ich schwöre auf eine Religion, die ins Aus geschossen ist,
auf einen Fußball, der religiös geworden ist (wo nur Männer zuschauen dürfen, wenn Männer spielen)
Ach, Naghi, nun da Mahdi schläft (der entschwundene Mahdi, der nicht erscheint, obwohl ihn so viele anrufen), rufen wir dich an, Naghi!
Erscheine uns, wir warten schon auf dich im Leichentuch, Naghi! (2x)
Naghi, ich schwöre auf die Liebe und Viagra,
ich schwöre auf die in die Luft gestreckten Beine und die Chakra,
ich schwöre auf das Sangak-Brot, auf Hühnchen, auf Fleisch und Fisch (was sich kein Iraner mehr leisten kann)
auf die Silikonbrüste und die genähte Jungfräulichkeit,
Naghi, ich schwöre auf die Brüste von Golschifte (einer Iranerin in Frankreich, die mit ihrer Nacktheit gegen die islamistische Prüderie an die Öffentlichkeit getreten ist),
ich schwöre auf das nie besessene Ansehen, das wir verloren haben, (als Iraner im Ausland dank dieses Systems)
ich schwöre auf die Rasse der Arier (Anspielung auf Anhänger, die nationalistische Iraner sich umhängen)
auf die am Hals hängende Plakette,
Naghi, lieber Naghi, ich schwöre auf den Pipi von Farnud, (auf den der kleine Farnud im Fernseher angesprochen wurde)
auf die 3000 Milliarden unter dem blauen Himmel (gemeint sind die veruntreuten 3000 Mia Tuman /3 Milliarden Dollar, die im iranischen Banksystem „verschwunden“ sind)
der Persische Golf und Urumijeh war auch so ein Märchen (d.h., was die Regierung dazu veranstaltet hat)
ach, und übrigens, wie hieß doch der Führer der Grünen Bewegung?
Ach, Naghi, nun da Mahdi schläft (der entschwundene Mahdi, der nicht erscheint, obwohl ihn so viele anrufen), rufen wir dich an, Naghi!
Erscheine uns, wir warten schon auf dich im Leichentuch, Naghi! (2x)
Ach Naghi, ach Naghi, ach Naghi! (2x)
Ich schwöre auf den seelenfurzenden Abgang des Imams der islamischen Umma (Anspielung auf einen Versprecher von Ajatollah Dschannati, der beim Freitag-Gebet statt rehlat-e ja:ngoda:z das Wort rehlat-e ja:nguz verwendete und damit im ganzen Lande ein riesiges Gelächter auslöste. ja:ngoda:z bedeutet herzerweichend, Dschannati wollte eigentlich vom herzerweichenden Abgang des Imams (Chomeini) sprechen)
Ich schwöre auf die fossilen Politiker im Exil,
auf die Witwen in den teuren Discos,
auf die Diskussionen der Intellektuellen in den Chat-rooms (die nur reden und nicht handeln)
auf die Ehre der Männer (die sich anbieten) (im Iran sehr schlecht angesehen)
auf die Frauen, die die Rechte der Männer verteidigen,
auf die bunte Revolution, die im Fernseher gezeigt wird,
auf die drei Prozent der Gesellschaft, die Bücher liest, (im Iran)
ich schwöre auf wässrige Parolen, die innen hohl sind, (Versprechungen der Politiker wie Ahmadineschad)
auf diese Gemeinschaft, die mal hier ist, mal da,
am Morgen rufen sie noch „Hoch lebe..“, am Abend „Tod dem..“
auf die Helden von virtuellen Erzählungen
Ach, Naghi, nun da Mahdi schläft (der entschwundene Mahdi, der nicht erscheint, obwohl ihn so viele anrufen), rufen wir dich an, Naghi!
Erscheine uns, wir warten schon auf dich im Leichentuch, Naghi! (2x)
Ach Naghi, ach Naghi, ach Naghi! (2x)
(die Übersetzung ist nicht ausgefeilt, gibt aber Sinn und Zielrichtung wieder)

Hier ist das persische Original:
نقی تو رو قسم به شوخ طبعیت
به این بیرون از گود تو تبعید
به آلت بزرگ زندگانی
که پشت ما نشسته رو به تهدید
نقی تو رو به تو به طول و عرض تحریم
دلار رو به رشد و حس تحقیر
نقی تو رو به امام مقوایی
به طفل علی گوی توی رحم گیر
به درس فقه تو اتاق عمل بینی
به آقا و تسبیح و جا نماز چینی
نقی تو رو به انگشت شیث رضایی
به دینی که اوت شده و فوتبال دینی
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما آماده تو کفنیم آی نقی
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما اماده تو کفنیم آی نقی
نقی تو رو قسم به عشق و ویاگرا
تو رو به لنگ های هوا شده و چاکرا
تو رو به سنگک و مرغ و گوشت و ماهی
سینه ی سیلیکونی و بکارت راه راه
نقی تو رو به ممه های گلشیفته
به ابروی نداشته که از ما ریخته
نقی تو رو به نژاد آریایی
به پلاکی که به گردن آویخته
نقی جون من تو رو به شوشول فرنود
سه هزار میلیارد زیر گنبد کبود
خلیج فارس و ارومیه هم قصه بود
راستی اسم رهبر جنبش سبز چی بود؟
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما آماده تو کفنیم آی نقی
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما آماده تو کفنیم آی نقی
آی نقی آی نقی آی نقی
آی نقی آی نقی آی نقی
به رحلت جان گوز امام امت
به سیاسیون فسیلی تو غربت
به بیوه های باکلاس پلاس دیسکو
به بحث های روشن فکری تو چت
به غیرت مرد های اون کاره
به زنان مدافع حقوق مرد
به انقلاب رنگی از تو تلویزیون
به سه درصد جمعیت کتاب خون
تو رو به شعار های آبکی و توخالی
نقی تو رو به این جماعت حالی به حالی
صبح زنده باد میگن و شب مرده باد
به قهرمونای قصه های خیالی
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما آماده تو کفنیم آی نقی
آی نقی حالا که مهدی خوابه ما تو رو صدا میزنیم آی نقی
تو ظهور کن که ما آماده تو کفنیم آی نقی
آی نقی آی نقی آی نقی
آی نقی آی نقی آی نقی

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