Iran: Über 100 Umweltschützer verhaftet

Am Dienstag, den 22. Mai 2012, kam es in den Städten Urumije und Tabris, die im aserbaidschanischen Teil des Irans liegen, zu Protestkundgebungen gegen die Untätigkeit des Staates angesichts des Austrocknens des Urumije-Sees. In den beiden Großstädten wimmelte es von Polizeikräften. Laut Angaben iranisch-aserbaidschanischer Menschenrechtler wurden bei den Kundgebungen über 100 Menschen verhaftet. Schon im Vorjahr hatte es aus dem gleichen Grund Proteste gegeben. Die damals Verhafteten wurden zum Teil zu langen Gefängnisstrafen, zum Teil zur Auspeitschung, zum Teil zu Geldstrafen verurteilt.
Der iranische Präsident Ahmadineschad wusste zu diesen Demonstrationen nichts Besseres zu sagen als:
Das Austrocknen des Urumije-Sees ist ganz natürlich, das geschieht alle 500 Jahre. Aber dann erholt sich der See wieder.“
Zum Vergleich:
Der Urumije-See ist 140 km lang, 55 km breit, hat eine Oberfläche von 5200 km2 und ist maximal 52 m tief.
Der Bodensee ist 63 km lang, 14 km breit, hat 536 km2 Oberfläche und ist maximal 254 m tief.

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