Narges Mohammadi (Iran): Tod auf Raten


Narges Mohammadi, Menschenrechtsverteidigerin in Haft, hier mit ihren Kindern

Die Vize-Vorsitzende des iranischen Vereins der MenschenrechtsverteidigerInnen Narges Mohammadi wurde im Jahr 2010 wegen ihrer Menschenrechtsarbeit zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde anschließend auf 6 Jahre verringert. Narges Mohammadi leidet an einer Muskellähmung, die sich infolge der Haftbedingungen verschlimmert. In einem offenen Brief schreibt Narges Mohammadi, dass sie gegen ihren Willen ins Gefängnis von Sandschan verlegt wurde, wo sie mit 50 Frauen eingesperrt ist, die zum Teil gewalttätig, zum Teil psychisch krank sind. Sie muss deshalb ständig in Angst leben, so dass sich ihre Lähmung verschlimmert. Ihre beiden kleinen Kinder, die nicht in Sandschan leben, müssen jede Woche mit der Großmutter strapaziöse Fahrten unternehmen, um ihre Mutter auch nur besuchen zu können.
„Wenn mir etwas zustößt, sollen sich die Verantwortlichen nicht damit rausreden, das sei eine natürliche Todesursache gewesen“, schreibt Narges Mohammadi.

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