Iran: Regierung ermordet Araber

Sa‘id Krushat, im Karun-Gefängnis zu Tode gefoltert
Am 27. Juni 2012 starb Sa‘id Krushat an den Folgen seiner Folter. Er stammt aus Seid-Karim (südlich von Ahwas) und ist ein Angehöriger der arabischen Minderheit im Iran. Er wurde vor sechs Monaten verhaftet. In Gefängnis von Schiras, im Sepidar-Gefängnis von Ahwas und zuletzt im Karun-Gefängnis in Ahwas wurde er schwer gefoltert, so dass er daran gestorben ist. Dieser Tod ist ein weiterer Hinweis auf die Brutalität, mit der das iranische Regime gegen die Minderheiten vorgeht, nachdem erst kürzlich vier arabische Jugendlichen, die gegen die Unterdrückung der arabischen Minderheit protestiert hatten, aus dem Karun-Gefängnis geholt und an unbekanntem Ort vom Staat hingerichtet worden waren.

Polizei erschießt zwei Bauern auf dem Feld
Derzeit läuft eine Kampagne der iranischen Regierung zur Enteignung der arabischen Minderheit in der Region Ahwas. Auf diese Weise soll die Minderheit aus der Region verdrängt werden. So wollte die Regierung den beiden Brüdern Seyyed Mussa Faseli (41 Jahre) und Seyyed Ali Faseli (34 Jahre), die in Abdolchan, 30 km südlich von Schusch (Region Ahwas), ihre Felder bestellten, das Land wegnehmen, das ihre Familie schon seit Generationen bebaut. Die Bauern protestierten gegen die geplante Enteignung, weil sie ihre Familie mit dem ernähren, was auf ihrem Land wächst. Die Regierung ignorierte die Proteste, ließ einen Gerichtsbeschluss nach ihrem Wunsch ausfertigen und forderte die Bauern auf, das Land zu verlassen. Als die Bauern das nicht taten, setzte die Regierung Polizei ein, die die beiden Bauern erschoss. Dies geschah am 29. Juni 2012.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email