Iranischer Faschismus: Afghanen füttern verboten

Je mehr sich die Wirtschaftskrise im Iran verschärft, desto mehr scheinen die iranischen Amtsstellen ihre Rettung im Entfachen nationalistischer Denkweisen zu suchen. So hat Gholamresa Gholami, der Generaldirektor der Behörde für ausländische Staatsbürger und Migranten in der Region Fars, gegenüber der in Schiras erscheinenden Zeitung „Asr-e Mardom“ erklärt, dass alle Iraner das Recht hätten, von ausländisch erscheinenden Menschen, die vor Bäckereien, an Bushaltestellen oder anderen öffentlichen Orten Schlange stehen, den Ausweis zu verlangen, um zu sehen, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung für den Iran besitzen. Arbeitgeber, die Menschen beschäftigen, ohne dass diese eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen, Hotels, die diesen Menschen Unterkunft geben, oder Geschäfte, die diesen Menschen Essen verkaufen, müssen damit rechnen, dass ihr Geschäft geschlossen und verplombt wird. De facto richtet sich dieser Erlass gegen im Iran lebende Afghanen. Zugleich rechtfertigen die iranischen Behörden auch die jüngsten pogromartigen Überfälle auf afghanische Siedlungen mit der Behauptung, die Afghaner hätten eine Iranerin vergewaltigt… An den Überfällen nahmen weit über 100 Menschen teil!

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