Erfahrungen eines Bloggers mit iranischen Sicherheitsbehörden

Der iranische Blogger Mohammad Ismail Zadeh aus Babol, ein Anhänger des Oppositionspolitikers Mehdi Karrubi, berichtet über seine Erfahrungen mit den iranischen Sicherheitsbehörden.

Er war 2009 wie Millionen andere Iranerinnen und Iraner auch nach den Präsidentschaftswahlen am 22. Chordat (12. Juni) auf die Straße gegangen und hatte gegen den Wahlbetrug von Ahmadinejad demonstriert.

Zwei Tage später wurde er vom Geheimdienst festgenommen und erst gegen Kaution wieder freigelassen. Mohammad Ismail Zadeh wurde später veruteilt und kam für 93 Tage ins Gefängnis.

Nun hat er seine Erfahrungen in einem Offenen Brief an den Staatsanwalt festgehalten. Er berichtet in seinem Blog davon, wie er im Gefängnis von den Verhörbeamten geschlagen und gefoltert worden war.

Erst vor wenigen Wochen bekam Ismail Zadeh daher wieder „Besuch“ vom Geheimdienst. Seine Wohnung wurde durchsucht und er und seine Frau, Katayun Bahrami, beschimpft. Es wurden private Dinge nicht nur von ihm sondern auch von seiner Frau beschlagnahmt.

Seine Frau ging daraufhin zur örtlichen Polizeistation und beschwerte sich über diesen Vorfall. Im Polizeirevier erging es ihr jedoch nicht viel besser, denn auch dort musste sie Beschimpfungen über sich ergehen lassen.

Es kam zu weiteren Wohnungsdurchsuchungen und wieder wurde Frau Bahrami beim Polizeirevier vorstellig. Diesmal wurde sie nicht nur beschimpft sondern körperlich angegriffen. Der Polizeioffizier Purbagher kam hinter seinem Schalter hervor und schlug die Frau so fest, dass sie mit einem Kieferbruch und ausgeschlagenen Zähnen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

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