Iran – Berlin: 20 Jahre Mykonos

Am 16. September 2012 jährte sich das Mykonos-Attentat in Berlin zum 20. Mal. Damals hatte die Islamische Republik Iran die Führung der Demokratischen Partei Kurdistans (Iran) in Berlin umbringen lassen. Der Mordanschlag, der mehrere Todesopfer forderte, brachte einem der Drahtzieher, Kasem Darabi, eine lebenslängliche Haftstrafe ein. Auf der Gerichtsverhandlung in Berlin wurde auch deutlich, dass der Mordanschlag auf deutschem Boden vom Iran aus angeordnet wurde. Verantwortlich war ein Komitee folgender personeller Zusammensetzung:
Ajatollah Chamene‘i, der Religiöse Führer der Islamischen Republik Iran,
Ajatollah Akbar Haschemi Rafsandschani, damals Präsident,
Ali Fallahian, damals Geheimdienstminister,
Ali-Akbar Welajati, damals Außenminister,
Mohammad Ray-Schahri, einer der früheren Geheimdienstminister,
Mohsen Resa‘i, damals Oberbefehlshaber der Pasdaran,
Resa Seyfollahi, damals Oberbefehlshaber des Geheimdienstes der Pasdaran,
Ajatollah Chas‘ali, Mitglied des Wächterrats.
Wie man sieht, sind zentrale Figuren noch immer in Amt und Würden. Es ist bezeichnend, dass die deutsche Politik kein Interesse daran zeigt, dass diese Täter gerichtlich belangt werden. Nicht einmal die Erinnerung an diesen unerhörten Mord wird wachgehalten.
Man sieht auch, dass die Schreibtischtäter sich später auf die „Prinzipialisten“ und „Reformisten“ verteilen, es sind beides die Kinder des gleichen Geistes. Kein Wunder, warum die iranische Bevölkerung wesentlich weniger von ihnen hält als viele europäische Politiker, die nur die Geschäfte mit dem Iran vor Augen haben.

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