Iran: Mit verbundenen Augen


Ramin Dschahanbegoglu

Der iranische Philosoph Ramin Dschahanbegoglu, der auch an der Pariser Sorbonne und in Harvard studiert hat, wurde nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen von 2009 ebenfalls verhaftet. Er kam daraufhin in Trakt 209 des Ewin-Gefängnisses in Teheran, wo er in Einzelhaft gehalten wurde. Trakt 2009 sei ein Schritt in die Hölle gewesen, wie er berichtet. Dort haben die Beamte freie Hand, alles zu tun, um die Gefangenen zu entwürdigen und zu brechen.
In seinen Erinnerungen schreibt er, dass es besonders schrecklich für ihn war, seinen Folter- und Verhörbeamten mit verbundenen Augen gegenüberzustehen. Er erinnert sich auch, dass er im Korridor das Kreischen von Kanarienvögeln hörte. Das diente dazu, die Schreie von den Gefolterten aus dem unteren Geschoss zu übertönen.

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