Tod aufgrund von Folter im Teheraner Ewin-Gefängnis

Satar Beheshti ist vor 9 Tagen, am 27.10.2012, in Teheran festgenommen worden. Heute rief ein Vertreter der Sicherheitspolizei bei seinen Eltern an und teilte ihnen mit, dass ihr Sohn tod sei. Er sei im Ewin-Gefängnis gestorben.


Satar Beheshti

Der Mann am Telefon sprach mit dem Vater und verlangte von der gesamten Familie, dass sie über diesen Vorfall Stillschweigen bewahrt. Sie solle mit niemandem darüber sprechen. Schon gar nicht dürfe irgendwelchen Medien Interviews gegeben werden. Im Kreis der Familie dürfe lediglich weitergegeben werden, dass er eines natürlichen Todes und zwar aufgrund einer vorher bestehenden Krankheit gestorben sei. Wer sich nicht an diese Vorschriften halte, würde selbst ins Gefängnis kommen und dort gefoltert und getötet werden.

Die Schwester von Satar konnte sich nicht daran halten. In Telefonaten mit einer anderen Familie und auch mit einem Mitarbeiter der Website Kalame klagte sie über den Tod ihres Bruders und rückte nach und nach mit mehr Informationen heraus.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass Satar Beheshti von Inhaftierten des Ewin Gefängnisses gesehen worden ist. Sie sagten, dass er schwer gefoltert worden sei und sein ganzer Körper zahlreiche Verletzungen aufwies.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email