Der einzige Freitagsimam, der die Ermordung von Satar Beheshti kritisiert


Moulavi Abdolhamid Esmail-Zahi, Freitagsimam der sunnitischen Makki-Moschee in Zahedan

Moulavi Abdolhamid, ein sunnitischer Geistlicher, ist der einzige Freitagsimam im Iran, der in seiner Predigt die Ermordung von Satar Beheshti im Teheraner Ewin-Gefängnis zum Thema gemacht hat.

Bei seinem Gebet am letzten Freitag, dem 16.11.2012, sagte er, dass sich niemand freut, dass Satar Beheshti gefoltert und ermordet worden ist. Wir seien alle Menschen und jeder Mensch würde traurig, wenn er davon erfährt, dass ein anderer Mensch, der vollkommen gesund ist, erst inhaftiert und dann seine Leiche ein paar Tage später seiner Familie übergeben wird.

Weil das in Teheran, der Hauptstadt des Irans passiert ist, sei alle sogleich an die Öffentlichkeit gekommen und von den Medien verbreitet worden. Aber auch in anderen Städten käme so etwas regelmäßig vor, auch wenn aus Angst nicht darüber berichtet und die Öffentlichkeit davon nichts erfahren würde.

Wenn die Täter, die im Kahrizak-Gefängnis die politischen Gefangenen gefoltert und ermordet haben, angeklagt und veruteilt worden wären, wäre die Sache mit Satar Beheshti nicht passiert.

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