Iran raus aus dem Irak!


Demonstration von Sunniten in Baghdad, aus Protest gegen die iranische Einmischung verbrennen sie die iranische Fahne

Inzwischen geht es den iranischen Machthabern im Irak nicht viel besser als den amerikanischen. Immer mehr Menschen nehmen sie nicht als Befreier, sondern als Kolonialmacht wahr. Es war nie ein Geheimnis, dass die iranischen Ajatollahs Leute wie Moqtada Sadr, den Sohn eines bekannten, unter Saddam Hussein hingerichteten Ajatollahs, mit vollen Händen unterstützten. Direkt nach dem Sturz von Saddam Hussein fand Moqtada Sadr Zuflucht im Iran, durfte bei den dortigen Geistlichen studieren und wurde danach massiv unterstützt, um eine eigene Armee im Irak aufzubauen, die dort die iranische „Revolution“ exportieren sollte. Moqtada Sadr war damals ein treuer Stellvertreter der iranischen Machthaber.

Die Zeiten haben sich geändert
In den letzten Tagen fanden in zahlreichen irakischen Städten Demonstrationen der Sunniten gegen die irakische Regierung unter dem schiitischen Premierminister Nuri Maliki statt. Diesmal gingen die Anhänger von Moqtada Sadr sogar in sunnitische Moscheen, um dort zu beten, als Zeichen ihrer Unterstützung für den Protest gegen Nuri Maliki.

Moqtada Sadr zerbricht das Salzfass
Es kommt noch härter – zumindest aus der Sicht seiner iranischen Ziehväter. Denn jetzt hat der inzwischen 38-jährige Moqtada Sadr zu Nuri Maliki gewandt Folgendes erklärt:
„“Sie haben die Iraker in die Hände extremistischer Gruppen getrieben und im Rahmen ihrer Politik alle Länder mit dem Irak verfeindet! Sie beraten sich weder mit Intellektuellen noch mit geistlichen Experten. Sie haben die materiellen und immateriellen Ressourcen des Landes ruiniert. Gegenüber der Korruption haben Sie geschwiegen. Sie verwalten den Irak nach Art einer Diktatur. Der irakische Frühling ist nah. Wir sind nicht auf der Gegenseite der Demonstranten, sondern an der Seite der Protestierenden (gegen Nuri Maliki) zu finden. “
Die Reaktion seiner bisherigen Schutzpatrone im Iran blieb nicht aus. So ließ Ajatollah Kasem Ha‘eri-Schirasi, Mitglied des iranischen „Expertenrats“ und gleichzeitig auch einer der „Doktorväter“ von Moqtada Sadr, diesem folgendes ausrichten:
„Wenn Sie zum Sturz von Maliki beitragen, haben Sie kein Recht mehr, in den Iran zu kommen.“
Dies bedeutet unter anderem, dass Moqtada Sadr auch keine Chance mehr hat, seine geistliche Karriere fortzusetzen, die von der Benotung unter anderem durch diesen Ajatollah abhängt.
Man darf annehmen, dass ein Mann mit soviel Gespür für Macht wie Moqtada Sadr andere Wege gefunden hat, die ihm bessere Perspektiven eröffenen als die bankrotte Geistlichkeit des Irans.

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