Iran-Balutschestan: Auf der Flucht erschossen

In der vergangenen Woche wurde ein junger Balutsche von den iranischen „Sicherheits“organen auf der Flucht erschossen. Wie viele andere Bewohner von Balutschestan musste er sich mangels Arbeitsplätzen mit dem Schmuggel von Diesel in Benzinkanistern über die Grenze nach Pakistan ernähren. Als er entdeckt wurde und flüchten wollte, erschossen ihn die iranischen Staatsorgane von hinten.
Moulana Abd ol-Hamid, der sunnitische Freitagsimam von Sahedan hat diesen Vorfall nun öffentlich kritisiert. Er sagte, er wolle niemanden dazu auffordern zu schmuggeln, aber die Regierung solle der Bevölkerung doch zeigen, auf welchem Wege sie legal ihr Brot verdienen könne. Er drückte sein Bedauern darüber aus, dass ein Menschenleben im Iran so wenig wert ist Und dann zog er einen interessanten Vergleich. Israel, das in der iranischen Staatspropaganda stets die Verkörperung des Bösen darstellt, sei bereit, für die Freilassung eines einzigen israelischen Soldaten tauschend palästinensische Gefangene freizulassen. Das zeige, wieviel das Leben eines Israelis der israelischen Regierung wert sei. Im Iran dagegen sei ein Menschenleben so wenig wert, dass man einen Menschen wegen ein paar Kanistern Öl erschieße.

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