Iran: Arbeiter melden Demo an

Vor einigen Wochen waren Arbeitervertreter aus verschiedenen iranischen Städten mit einer von 30.000 Arbeitern unterschriebenen Petition beim iranischen Parlament in Teheran vorstellig geworden und forderten, dass sich das Problem mit ihren Problemen befasse. Zugleich begannen sie einen Sitzstreik. Das Parlament versprach, etwas zu tun, geschehen ist natürlich nichts. Deswegen haben die Arbeiter angekündigt, am 28. Bahman (im Februar) eine Kundgebung in der Freiheitsstraße in Teheran abhalten zu wollen, vor dem Arbeitsministerium. Nach der iranischen Verfassung haben sie ein Recht auf unbewaffnete Versammlungen, was nicht heißt, dass der Staat sie gewähren lässt.
Ganz anders sieht es aus, wenn der Staat den Volkszorn auf andere umlenken kann. Es geht um das iranisch-südkoreanische Gemeinschaftsunternehmen „Goruh-e san‘ati-ye entexab“ (Industriegruppe Wahl). Der südkoreanische Partner hat angesichts der katastrophalen Lage im Iran einen Teil des Vermögens eingefroren, um sich vor Verlusten zu schützen. Nun hat die iranische Regierung den 1500 Arbeitern dieser Gruppe nicht nur erlaubt, vor der südkoreanischen Botschaft in Teheran zu demonstrieren, die Polizei stellte ihnen sogar Lautsprecher bereit.

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