Brotmangel im Iran

In einigen Städten in den Provinzen Chusestan und Ardabil, sowie in Sanandadsch und Nadschafabad (Region Isfahan) kam es in den letzten Tagen zu Protesten vor den Bäckereien, wo sich lange Schlange bildeten. Die Kunden protestierten dagegen, dass die Bäckereien zu wenig Brot hatten. Die Bäckereien erklärten, sie seien nicht daran schuld, sie bekämen nicht mehr Mehl zu geteilt. Der stellvertretende Minister für Industrie und Bergbau behauptete, es sei alles in Ordnung, das Mehl werde ordnungsgemäß verteilt.
Gleichzeitig wird Weizen und Weizenmehl illegal in den Irak exportiert, was nicht zu verhindern ist, da die am Schmuggel beteiligten Firmen unter dem Schutz der Revolutionswächter (der „Schmuggelbrüder“, wie Ahmadineschad sie getauft hat) stehen.
Es heißt, dass der iranische Weizen namentlich gegen Dollar nach Syrien und in den Irak verkauft wird, um auf diesem Weg Dollar in die Kassen der Pasdaran zu bringen. Zum Ausgleich für den entstandenen Mangel wird auf der Gegenseite Reis und Brotgetreide aus China und Indien zu niedrigen Preisen importiert, allerdings auf Kosten der Qualität. So beklagte ein Abgeordneter im iranischen Parlament, dass der Reis aus Indien gesundheitsschädlich sei und nicht für Kinder geeignet sei.

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