Spritzen aus China: führend im Iran

Nach amtlichen Angaben der iranischen Zollbehörde hat der Iran im vergangenen iranischen Jahr (21. März 2012 bis 20. März 2013) 1227 Tonnen Spritzen aus China für 7,2 Millionen Dollar importiert. Rechnet man dies um auf den Preis für ein Kilogramm Spritzen, kommt man auf den Betrag von 5,87 Dollar.
Weiter wurden laut Angaben der iranischen Zollbehörde im selben Zeitraum insgesamt 1500 Tonnen Spritzen für insgesamt für 35,8 Millionen Dollar importiert. Zieht man das Gewicht der chinesischen Importe und deren Preis ab, kommt man auf 273 Tonnen Spritzen aus anderen Ländern (namentlich Frankreich, Belgien und Deutschland) für 28,6 Millionen Dollar. Für ein Kilogramm Spritzen aus diesen Ländern musste der Iran 104,76 Dollar bezahlen. Der horrende Unterschied hat nicht einfach mit den unterschiedlichen Löhnen in Westeuropa und China zu tun, sondern auch mit den Sicherheitsstandards und der Hygiene. Wer schmutzig arbeitet und sich keine Sorgen um eine einheitliche dicke und Stabilität der Kanülen macht, kann eine Menge Geld sparen. Die Rechnung zahlen freilich die iranischen Patienten.
Beachtlich ist auch, dass im Iran 18 Fabriken existieren, die selbst Spritzen herstellen könnten, aber offensichtlich verdienen die Pasdaran daran weniger als wenn sie sich von chinesischen Unternehmern bestechen lassen.

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