3 200 000 iranische Kinder können nicht zur Schule


Iranische Schule in einem Dorf, vermutlich im Nordiran

Gestern, 23.9.2013, war der erste Schultag für viele Schülerinnen und Schüler im Iran. 2011 sind über 10 Mio. Kinder im Iran in die Schule gegangen.

Die iranische Zeitung Schar berichtet allerdings davon, daß heuer 3 200 000 iranischen Kindern der Zugang zu einer Schule, egal ob Grundschule oder Gymnasium, verwehrt ist. Der Grund dafür ist, dass viele Familien die Kosten, die ein Schulbesuch erfordert, nicht aufbringen können. Sie haben nicht genug Geld um die Schulmaterialien, die Schulkleidung oder den Bus zu Schule zu bezahlen. Außerdem müssen immer mehr Kinder zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, indem sie vom Unterricht fernbleiben und in der Landwirtschaft helfen oder kleine Jobs im informellen Sektor ausüben. Dies betrifft Jungen mehr als Mädchen.

Der Autor des Artikels sprach angesichts der Zunahme der Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, sogar von einem Tumor in der Gesellschaft.

Anmerkung: In den letzten 8 Jahren hatte der Iran über 600 Mrd. Dollar Öleinkommen. Immer wieder verschwinden im Iran Gelder und versickern in dunklen Kanälen. So z.B. auch die 12 Mrd. Dollar, über deren Verbleib die letzte Regierung unter Ahmadinedschad keine Auskunft geben konnte.

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