Archiv für September 2013

Narmesche qahrmanane: Heldenhafte Flexibilität (Iran)

Vergangene Woche sprach Ajatollah Chamene‘i, der Religiöse Führer des Irans, vor den versammelten Generälen der Revolutionswächter (Pasdaran). Dabei wies er darauf hin, dass jetzt die Zeit für ‚Narmesche qahrmanane‘, für heldenhafte Flexibilität, gekommen sei.
Dass es sich dabei nicht um eine neue Disziplin im Turnen handelt, machen folgende Auslegungen deutlich, die einige Pasdar-Generäle darauf in die Öffentlichkeit trugen.


Mohammad-Resa Naqdi, Pasdar-General und Oberbefehlshaber der Bassidschi-Milizen

Mohammad-Resa Naqdi, Pasdar-General und Oberbefehlshaber der Bassidschi-Milizen, erklärt diesen Begriff so:
„Heldenhafte Flexibilität bedeutet, dass gegenüber einem Feind, der das verbrecherische zionistische Regime verteidigt, dann, wenn dieser den Wunsch zur Verhandlung hat, die Auslöschung Israels bekräftigt wird.“ (Mit Feind ist die USA gemeint)
(Narmesh-e qahrma:na:ne ya‘ni dar moqa:bel-e doshmani ke az rezhim-e jena:yatka:r-e sehyunisti defa‘ mikonad, a:nga:h ke taqa:za:-ye modha:kere da:rad, bar mahw-e esra‘il ta‘kid shawad.)

Hossein Dehqan, Pasdar-General und Verteidigungsminister unter Präsident Rouhani, deutet den Ausdruck in einem Interview mit dem der iranischen Regierung nahestehenden arabisch-sprachigen Fernsehsender „al-Alam“ wie folgt:
„Die Islamische Republik (Iran) akzeptiert Verhandlungen niemals als schwächerer Verhandlungspartner. (…) Der Iran ist auf der Höhe der Macht und des Ansehens zu Verhandlungen bereit.“
„Heldenhafte Flexibilität bedeutet, dass die Gegenseite akzeptieren muss, sich unter gleichen Bedingungen, ohne uns irgendein Thema aufzuzwingen und ohne Angriff auf die im internationalen Recht offiziell anerkannen Rechte des politischen Systems an den Verhandlungstisch zu setzen.“ (die Gegenseite, lies: USA; das politische System, lies: die Islamische Republik Iran)
(Narmesh-e qahrma:na:ne be in ma‘ni ast ke taraf-e moqa:bel ba:yad bepadhirad dar sharayete bara:bar, bedun-e tahmil-e har moud.u‘i be ma: wa bedun-e ta‘addi be hoquq-e rasmi shena:xte shode bara:ye neza:m-e siya:si dar qa:nun-e beyn ol-mellal bar sar-e miz modha:kere benshinad.)

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: 12 Hinrichtungen

Vergangene Woche wurden im Iran mindestens 12 Hinrichtungen vollstreckt, 8 davon in Jasd wegen angeblichen Drogenschmuggels. Die Todesstrafe beantragt hatte Mohsen Esche‘i in seiner Eigenschaft als Generalstaatsanwalt des Landes beantragt. In Sahedan (Region Sistan – Balutschistan) wurden vier Männer im Zentralgefängnis gehenkt. Es handelt sich um Ahmad Issa-Sahi (ca. 21 Jahre alt), Raschid Mamesch Sufian (ca. 28 Jahre alt), Chaled Rigi (29 Jahre alt), Abdul-Hamid Karimi (ca. 30 Jahre alt).
Die iranische Justiz in Verbund mit den Pasdaran zeigen deutlich, dass sie Herr im Hause sind und der neue Präsident Hassan Rouhani noch so viel von Reformen reden kann – zu sagen hat er nichts.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Irans Devisenreserven verschwunden

Ahmad Tawakkoli, Abgeordneter im iranischen Parlament für Teheran und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des iranischen Parlaments, gab jetzt eine interessante Zahl bekannt. Vor sechs Monaten noch betrugen die iranischen Devisenreserven 176 Milliarden US-Dollar. Jetzt sind es 161 Milliarden weniger, beträgt also nur noch 15 Milliarden Dollar. Wo der „Rest“ verschwunden ist, ist nicht bekannt.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Mohammad Bagher Qalibaf: zum 3. Mal OB von Teheran

Der Pasdar-General Mohammad Bagher Qalibaf, der auch bei den letzten Präsidentschaftswahlen als Kandidat angetreten war, wurde vergangene Woche zum dritten Mal als Oberbürgermeister von Teheran gewählt. Im Iran wird der OB nicht vom Volk gewählt, sondern vom Stadtrat. Da die sogenannten Reformisten und die Prinzipialisten sich im Stadtrat von Teheran ungefähr die Waage halten, war seine Wiederwahl – nach inzwischen achtjähriger Amtszeit – fraglich. So ergab die erste Wahlrunde 15 Stimmen für ihn, 15 Stimmen gegen ihn. Qalibaf nutzte die Pause zum zweiten Wahlgang und konnte anscheinend jemanden überzeugen, sich der Stimme zu enthalten. So wurde er mit 15 zu 14 Stimmen für eine dritte Amtszeit von vier Jahren gewählt und kann weiter das Stadtbudget und Freunden und Verwandten aufteilen.

Korruption unter den „Reformisten“
Wie sich inzwischen herausgestellt hat, hatten zwei Abgeordnete, ein Mann und eine Frau, die als Vertreter der Reformisten im Stadtrat saßen, aus sehr eigennützigen Gründen für Qalibaf gestimmt. Ihre Brüder besitzen Unternehmen, die von Qalibaf Großaufträge erhalten hatten. Wäre Qalibaf nicht mehr wiedergewählt worden, hätte die Gefahr bestanden, dass die vergebenen Aufträge annulliert und an andere vergeben werden.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Ali Dschannati, iranischer Minister für Kultur und religiöse Aufklärung

Auch iranische Politiker sind lernfähig. So hat der neugebackene iranische Minister für Kultur und religiöse Aufklärung, Ali Dschannati, noch vor drei Wochen öffentlich erklärt, dass die Bücherzensur aufgehoben werden müsse und Herr Momajesi, der für die Zensurbehörde verantwortliche Mann, nicht mehr benötigt werde. Inzwischen hat er sich anders entschieden. Die Zensur vor dem Druck eines Buches wird beibehalten. Von Journalisten auf den Widerspruch angesprochen sagte er, dass er in der Zwischenzeit mit Verlegern, Übersetzern und anderen gesprochen habe und zum Schluss gekommen sei, dass es besser sei, die Zensur vor dem Druck fortzuführen.
Und das hat durchaus seine Logik. Denn für den Verleger ist es noch viel teurer, wenn die Zensur – in Form von Überfällen etc. – nach der Veröffentlichung des Buches erfolgt, dann hat er nämlich sein Geld schon investiert und erleidet doppelten Schaden.
Was hierbei nicht ausgesprochen wird, ist die Frage, warum die Zensur überhaupt notwendig sein soll, egal ob vor oder nach dem Druck eines Buches.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Religiöse Verfolgung muslimischer Derwische

Im Iran unterliegen nicht nur Baha‘is der religiösen Verfolgung, auch gläubige Muslime werden unter der Herrschaft der Islamisten verfolgt. So wurden am vergangenen Dienstag, den 10. September 2013, fünf Derwische im Gefängnis Adel-Abad in Schiras von einer Sondergarde des Gefängnisses überfallen und ihre Kopf- und Barthaare gewaltsam geschoren. Aus Protest dagegen haben jetzt im Ewin-Gefängnis von Teheran (Trakt 350) neun weitere inhaftierte Derwische sich die Haare und den Bart abgeschnitten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: 800 Entlassungen in Schiffbauindustrie

In Bandar-Buschehr wurden jetzt 800 Arbeiter von insgesamt 1500 Arbeitern entlassen, die für das Schiffbau-Unternehmen Sadra arbeiteten, freilich nicht mit einem direkten Arbeitsvertrag, sondern als Leiharbeiter. Sie hatten zwischen 2 und 20 Jahren für diese Firma gearbeitet. Viele von ihnen hatten in den letzten drei Monaten keinen Lohn mehr erhalten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Rouhani bei den Pasdaran


Arbeiten an einer Erdölleitung durch die Pasdar-Einheit und Firmengruppe Qarargahe Sasandegi Chatam ol-Anbiya

Am Montag, den 16. September 2013, erschien der iranische Präsident Hassan Rouhani auf einer Sitzung der Führung der iranischen Revolutionswächter (Pasdaran). Er betonte, dass die Pasdaran im Volk sehr beliebt seien und dass er nicht an die Gerüchte glaube, die über die Pasdaran ausgestreut würden. Angesichts der katastrophalen Wirtschaftslage und der starken Stellung der Pasdaran im iranischen Wirtschaftsleben bat er die versammelten Führer, den Staat beim wirtschaftlichen Aufbau zu unterstützen. Namentlich forderte er die Pasdaran auch auf, den Schmuggel von Waren in den Iran zu bekämpfen.
Das Peinliche an dieser Aufforderung ist, dass jeder weiß, dass die Pasdaran selbst die treibende Kraft des Schmuggels sind und zahlreiche Importhäfen betreiben, an denen die Schmuggelware abgefertigt wird. Nicht ohne Grund bezeichnete der vorige Präsident Mahmud Ahmadineschad, selbst ein Pasdar, seine Gefährten als „Baradarane Qatschaqtschi – die Schmuggelbrüder“.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iranische Revolutionswächter in Syrien: Dokumentarfilm

Die iranischen Pasdaran hatten zur Dokumentation ihrer Aktivitäten einen iranischen „Dokumentarfilmer“ (möglicherweise ein hochrangiger Pasdar) nach Syrien geholt, möglicherweise in der Absicht, dessen Aufnahmen später im iranischen Fernsehen oder gegenüber den Angehörigen der in Syrien eingesetzten Truppen zu zeigen. Dieser Dokumentarfilmer wurde von syrischen Regimegegnern getötet, so dass seine Aufnahmen in die Hände syrischer Oppositionsgruppen fielen, die sie dem „Dutch News Network“ zuspielten.
Hier der Link zu diesen Aufnahmen:
www.lenziran.com/2013/09/bbc-persian-tv-and-holland-tv-first-video-of-iranian-revolutionary-guard-soldiers-in-syria/

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iranischer Totentanz


Sagt Ja, sagt Nein, getanzt muss sein (Totentanz Füssen)

Kürzlich ist die Mutter des Pasdargenerals Qassem Soleimani gestorben. Qassem Soleimani ist Kommandant der Pasdaran-Einheit „Sepah-e Qods“, die für Auslandsoperationen, sprich Kriegsführung in Syrien, Irak, Libanon und Mordanschläge auf Oppositionelle im Ausland zuständig ist. Es heißt, dass namentlich die Aktivitäten der Revolutionswächter in Syrien und Irak von ihm geplant werden, vermutlich auch der jüngste Überfall auf das Flüchtlingslager der iranischen Volksmudschahedin „Aschraf“, bei dem 52 Volksmudschahedin ermordet wurden.
Der Tod der Mutter von General Qassem Soleimani wäre ein privates Ereignis, dem wir hier keine weitere Aufmerksamkeit zollen würden. Aber die Trauerfeier vom Samstag, den 14. September 2013, beweist das Gegenteil. Alles, was in der Islamischen Republik Iran Rang und Namen hat, erschien:


zwei Söhne des Religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i (von denen einer, Mostafa Chamene‘i, gerade General Soleimani die Hand reicht)


Ali Laridschani, Parlamentspräsident,
Ajatollah Sadeq Laridschani, der oberste Chef der iranischen Justiz,

Generalstabschef der iranischen Armee Hassan Firus-Abadi,
Ali Schamchani, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats,
Mohammad-Ali Dscha‘fari, Oberbefehlshaber der Pasdaran,
Mohammad Baqer Qalibaf, Oberbürgermeister von Teheran,
General Wahidi, ehemaliger Verteidigungsminister,
Gholam-Hossein Esche‘i, Generalstaatsanwalt des Irans,
Mohammad Dschawad Sarif, Außenminister,
Mahmud Alawi, Geheimdienstminister,


Sardar Ahmadi Moqaddam, Oberbefehlshaber der Sicherheitskräfte (Polizei u.a.)

Mohammad Resa Aref, ein sogenannter reformistischer Kandidat bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen,


der vorige Präsident Mahmud Ahmadineschad,

die Botschafter von Syrien, Irak und Palästina.

Auf der Trauerfeier ereignete sich noch ein kleiner, aber bezeichnender Vorfall. Als der Geheimdienstminister Mahmud Alawi eintraf, wurde ein Journalist, der ihm eine Frage stellen wollte, von einem Sicherheitsverantwortlichen geschlagen. Der Geheimdienstminister versuchte, den Journalisten zu beruhigen und zu trösten und entschuldigte sich: „Wenn es einer von unseren Leuten gewesen wäre, würde er entlassen.“ Woraus man schließen kann, dass es einer von General Soleimanis Leuten war, und so weit reicht die Hand der Regierung nicht.
Das erinnert an eine Episode zur Zeit von Präsident Chatami, der ebenfalls als Reformer gepriesen wurde. Sein Innenminister Abdollah Nuri wurde damals ebenfalls verprügelt, der Täter ging straffrei aus.

Das sich die ganze Elite Irans um diesen General Soleimani dreht, erinnert an die barocken Totentänze.
Auch damals drehte sich alles um Gevatter Tod, vom Kaiser, über den Kaufmann bis zum Geistlichen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Kornelkirschen-Festival

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrössern!

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Auszüge aus einem Interview mit Präsident Rouhani im staatlichen iranischen Fernsehen am 10.9.2013

Zu Beginn des Interviews begrüßte Rouhani die Zuschauer und bedankte sich bei allen, dass er gewählt worden war.

Auf die Frage des Journalisten, was die aktuellen Probleme seien, die es anzugehen gälte, antwortete Rouhani wie folgt:

Die Hauptprobleme seien die Wirtschaft und die Internationalen Beziehungen. Die Wirtschaft wäre im Augenblick in einer Depression bei gleichzeitiger Inflation. Laut der statistischen Angaben der Zentralbank sei das iranische Wirtschaftwachstum negativ mit -5,4%. Die Jahresinflation betrage zum Ende des Monats August 44%. Diese Zahlen würden zeigen, dass der Iran unter einer besonders starken Depression und Inflation leide. Wäre es nur das Depressionsproblem, gäbe es dafür bestimmte Lösungen. Wäre es nur das Inflationsproblem, gäbe es dafür andere Lösungen. Er schildert sodann wie die Lösungen auszusehen hätten und wie widersprüchlich sie seien, für den Fall, dass sie gleichzeitig angewendet werden. Das hieße aber nicht, dass es keine Hoffnung gäbe. Man würde versuchen, irgendwie eine Lösung zu finden.

In den letzten zehn Jahren sei das Jahresbudget von 25.000 Mrd. Toman auf 210.000 Mrd. Toman gestiegen und hätte sich verachtfacht. Der Preis der Waren hätte sich im gleichen Zeitraum nur verfünffacht. Die Steuereinnahmen seien trotz der großen Budgets relativ niedrig geblieben, was durch Öleinnahmen ausgeglichen werden konnte. Jetzt habe man wegen der Sanktionen das Problem, dass auch die Öleinnahmen zurückgingen. Da es schwer sei, die Steuer zu erhöhen, bliebe noch die Möglichkeit die staatlichen Ausgaben zu reduzieren (Bildung, Gesundheit, Sicherheit,Verteidigung, …). Noch im laufenden Jahr müsste das Budget auf 130.000 Mrd. Toman gekürzt werden. (Anm.: Erst letzte Woche scheiterte sein dahingehender Entwurf zur Budgetreduzierung im Parlament)

Das Interview ging noch weiter und es wurden viele Dinge auch sehr detailliert angesprochen. Über Probleme wie Zensur, Politische Gefangene, Korruption, Drogen, etc. wurde kein Wort verloren. Hinsichtlich der Außenpolitik und der Atomenergie hat er viele Versprechungen gemacht – man wird sehen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Vier dringende Forderungen der Teheraner Busgewerkschaft

Die Teheraner Busgewerkschaft hat einen an den Präsidenten Rouhani gerichteten Offenen Brief veröffentlicht, in dem betont wird, dass grundlegende Rechte insbesondere auch für die Arbeiter und die Unterschicht gelten sollen.

Der Brief lautet:

„Herr Präsident Rouhani, Sie als Rechtswissenschaftler und ihr Kabinett sollten Grundrechte auch für NGOs und andere freie Vereine verwirklichen. Mit der Aufnahme Ihres Amtes haben Sie das geschworen. Wir als Busgewerkschaft haben folgende dringlichen Forderungen:

  1. Freilassung von Reza Shahabi, unserem Kollegen der Busgesellschaft, aus dem Gefängnis, sowie dessen ärztliche Behandlung im Krankenhaus auf Staatskosten. Sein bisheriger Arbeitsplatz soll ihm wiedergegeben und seine ausstehenden Löhne bezahlt werden.
  2. Alle Busfahrer, die im Zuge der Auseinandersetzungen entlassen worden sind, erhalten ihre Arbeitsplätze zurück.
  3. Willkürliche Festnahmen und Entlassungen durch Sicherheitskräfte und andere staatliche Organe müssen beendet werden.
  4. Das Recht auf freie Gewerkschaften und das Arbeitsrecht der Vereinten Nationen muss anerkannt werden.“
Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Der Religiöse Führer erteilt seine Instruktionen


Der Führer spricht, die Freitagsprediger lauschen, die Großkopfeten in der ersten Reihe, hinter ihnen ein Trenngitter

Am Montag, den 9. September 2013, sprach Ajatollah Chamene‘i, der Religiöse Führer, vor den versammelten Freitagspredigern des Landes. Sein Wort wird das sein, was die Freitagsprediger in der kommenden Zeit in den Moscheen verkünden werden. Natürlich fehlte es nicht an Seitenhieben gegen den Westen, dem Millionen Tote gleichgültig seien, wenn sie ihm zum Opfer fielen, wie in Hiroschima, in Pakistan, Afghanistan oder dem Irak. Aber zum ersten Mal zierten die Parolen „Marg bar Amrika!“ (Tod für Amerika) und „Marg bar Esra‘il“ (Tod für Israel) nicht seine Rede. Dies ist ein öffentliches Zeichen, dass der Religiöse Führer gegenüber der US-Regierung Zugeständnisse machen will.


Alles Geistliche: Rotkäppchen – Sunniten, Schwarzkappen – angebliche Abkömmlinge des Propheten, Weißkappen – Schiiten oder Sunniten, das gewöhnliche Volk unter den Kappenträgern

Welche Zugeständnisse hat er zwar nicht verraten, aber das ist auch so klar: Der Ajatollah gibt in der Atombombenfrage nach, der Westen hebt die Sanktionen auf, und die iranischen Islamisten dürfen weiter an der Macht bleiben und ihre Bevölkerung unterdrücken. Das ist doch ein Kompromiss!

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Arbeiter streiken, 5 Festnahmen

Die Arbeiter der Fabrik „Al-Mahdi“ in Bandar-Abbas sollten laut der Zusicherung der Geschäftsführung eine 20%-ige Lohnerhöhung erhalten – nicht viel, wenn man auch nur die 39% Inflation in den letzten Wochen bedenkt, von denen die iranische Zentralbank spricht.
Aber die Geschäftsführung brach ihr Wort. Darauf hielten 500 Arbeiter der Fabrik einen Sitzstreik vor dem Sitz des Gouverneurs von Bandar-Abbas ab. Diese bezeichneten den Streik als Fortsetzung der „Unruhestiftung“ von 2009 (gemeint sind die Grüne Bewegung und die Proteste gegen die Wahlfälschung vom Juni 2009) und griffen die Streikenden an. Es wird von 5 Festnahmen unter den Streikenden berichtet.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email