Archiv für November 2013

Proteste auch im Ewin-Gefängnis (Teheran/Iran)


Am Eingang des Ewin-Gefängnisses

Abdolfattah Soltani, Amir Chosrou Dalirsani, Mehdi Choda‘i und Sa‘id Madani, vier politische Gefangene des Trakts 350 des Ewin-Gefängnisses in Teheran, haben am Samstag, den 2. November 2013, einen Hungerstreik eröffnet, um gegen die mangelnde ärztliche und medizinische Betreuung der Gefangenen zu protestieren. Sie weisen darauf hin, dass die Gefängnisverwaltung den Gefangenen in der Regel eine fachärztliche Behandlung verweigert und die nötigen Verlegungen in ein Krankenhaus entweder verhindert oder so spät durchführt, dass die Betroffenen unterwegs sterben. In ihrem offenen Brief führen die protestierenden Gefangenen die Namen von fünf Häftlingen auf, die durch die Verweigerung einer angemessenen Behandlung seitens der Gefängnisverwaltung ums Leben gekommen sind.

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Iran: Proteste im Gefängnis von Radscha‘i-Schahr

Die politischen Gefangenen im Gefängnis von Radscha‘i-Schahr haben am 2. November 2013 einen auf drei Tage begrenzten Hungerstreik eröffnet, sie nehmen nur noch trockenes Brot zu sich. Die Gefangenen protestieren auf diesem Weg gegen die Montage von Abhörgeräten im ganzen Gefängnis. Laut Angaben der Gefangenen arbeiten die Geräte in einem Wellenlängenbereich, der bei ihnen Übelkeit und Kopfweh verursacht. Auch die Angehörigen unterstützen die Forderung der Gefangenen, die Geräte wieder zu entfernen.

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Iran: 1 Jahr nach dem Tod des Webloggers


Versammlung am Grab von Sattor Beheschti

Seit dem Tod des iranischen Webloggers Sattor Beheschti ist ein Jahr vergangen. Er war an den Folgen der Folter in Haft gestorben. Seitdem kämpft seine Mutter Gouhar Eschqi unermüdlich dafür, dass der Fall vor Gericht aufgerollt wird und die Täter in einem öffentlichen Verfahren zur Verantwortung gezogen werden. Das ist das Wort, das sie ihrem Sohn gegeben hat, den sie jeden Tag auf dem Friedhof besucht.


Gouhar Eschqi am Grab ihres Sohnes

Zum ersten Jahrestag des Todes von Sattor Beheschti sind eine ganze Reihe von Menschen erschienen, um der Mutter ihre Unterstützung zu zeigen.

Diese Mutter lässt sich nicht unterkriegen! Sie will Gerechtigkeit für ihren ermordeten Sohn.

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Iran: Das Dementi des toten Generals

Der iranische Parlamentsabgeordnete Dschawad Karimi-Qodussi Mitglied des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik erklärte am 3.11.2013 in Maschhad (Region Chorassan): „Hunderte von Kompanien aus dem Iran sind in Syrien anwesend.“
Darauf setzte eine heftige Kampagne im iranischen Radio und Fernsehen gegen den Abgeordneten ein, die von den Pasdaran gesteuert wurde. Schließlich machte Dschawad Karimi-Qodussi einen Rückzieher und behauptete, er habe etwas anderes gesagt.


Ramesan Scharif (ein Sprecher der Revolutionswächter)

Einer derjenigen, die die Behauptung von Dschawad Karimi-Qodussi öffentlich dementierten, war der Ramesan Scharif, der Verantwortliche für Außenkontakte der Revolutionswächter (Pasdaran). Er erklärte heute, am 4. November 2013, der Iran habe keine Kompanien in Syrien, sondern übertrage nur seine Erfahrungen zur Selbstverteidigung nach Syrien. Die iranischen Kräfte in Syrien seien als „Berater“ tätig. Er warnte die iranischen Amtsträger – und damit indirekt auch den genannten Abgeordneten, sie sollten aufpassen, was sie öffentlich sagten, damit ihre Äußerungen nicht von den Feinden des Volkes und denjenigen, die dem islamischen Iran Böses wünschen, missbraucht werden könnten.

Dementi in Form eines Sarges
Die Widerlegung seiner Behauptungen erfolgte noch am selben Tag. Denn am 4. November 2013 berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur MEHR, dass der Pasdar-General Mohammad Dschamali Ba-Qal‘e, der der Pasdaran-Einheit „Thar-ollah“ in Kerman angehörte, in den Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen sei. MEHR berichtete vom Begräbnis des Generals, das an diesem Tag in Kerman im Iran stattfand.

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