Iran: Mehdi Karubi vom Hausarrest zum Arrest nach Hause

Seit drei Jahren steht der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi unter Hausarrest, wie die iranischen Behörden stets behaupteten. Aber er war dabei nie zu Hause, sondern in einem Gebäude des Geheimdienstes an einem illegalen Haftort inhaftiert. Jetzt berichtet sein Sohn auf seinem Facebook-Konto, dass sein Vater tatsächlich zu sich nach Hause im Teheraner Stadtteil Dschamaran verlegt wurde. Die Sicherheitskräfte haben sich auch gleich im Erdgeschoss eingenistet.
Wie der Sohn berichtet, wünscht sein Vater nichts sehnlicher als endlich vor Gericht gestellt zu werden. Und wenn es ein Schauprozess ist, es soll ein Prozess sein. Egal welcher Richter. Selbst so berüchtigte Personen wie General Naqdi, Schodschu‘i, Mesbahe Jasdi, Haddad Adel und Schariatmadari, die alle noch an der Macht sind, dabei die Geschworenen sein sollten. Nur eine Bedingung hat Mehdi Karubi: Die Gerichtsverhandlung soll öffentlich sein, seine Worte sollen in den Medien vollständig übertragen werden.
Und dann ist er bereit, jedes Urteil ohne Berufung hinzunehmen.

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