Iran: Religionskampf mit dem Bauch?

Im Iran leben nicht nur Schiiten, sondern auch Sunniten. Beide sind Muslime, aber die iranische Verfassung gewährt ihnen nicht die gleichen Rechte. Nicht nur das, der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i redet immer wieder davon, dass die iranischen Frauen – die Schiitinnen, wohlgemeint! – mehr Kinder auf die Welt setzen sollen. Ins selbe Horn blies jüngst der Ajatollah Makarem Schirasi, der gar davor warne, die sunnitische Bevölkerung wachse schneller als die schiitische und betrage 25 Prozent der iranischen Bevölkerung. Hodschatoleslam Alam ol-Hoda, der Freitagsimam von Maschhad, fand es besonders besorgniserregend, dass Sunniten gar in Maschhad Häuser und Grundstücke kaufen!
Moulawi Abdulhamid, der Freitagsimam der Sunniten von Sahedan, wies die Behauptung, der Anteil betrage 25 Prozent, zurück und betonte, der Anteil der Sunniten betrage nur 20 Prozent. Er warnte auch davor, noch mehr Kinder in die Welt zu setzen, wenn die Menschen ohnehin mit dem Absinken in die Armut zu kämpfen hätten.

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