Archiv für Juli 2014

Iran: Indien begleicht die Erdölrechnung

Zur Zeit des Embargos gehörte Indien zu den Ländern, die iranisches Erdöl importierten. Bezahlen konnten sie nicht – höchstens in Rupis, weil ja die internationalen Sanktionen galten. So haben sich die Schulden Indiens gegenüber dem Iran angehäuft, und die werden jetzt beglichen. Nicht in bar, sondern mit Ware, mit Stoffen und Fäden, namentlich aus Baumwolle. Das hat dazu geführt, dass der iranische Textilsektor, der selbst auch Stoff und Fäden herstellte, zusammengebrochen ist und zahlreiche Firmen schließen mussten. Für die Schmuggelbrüder, die Pasdaran, mag das kein Schaden sein, aber so führt die Wirtschaftspolitik trotz eines Präsidentenwechsels weiter zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit. Denn die Macht der Pasdaran tastet auch kein Hassan Rouhani an.

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Iran- Afghanistan: Demo für Gewerkschafter


Solidarität mit inhaftiertem iranischen Gewerkschafter in Afghanistan

In der Stadt Dschalalabad in Afghanistan fand am vergangenen Donnerstag, den 24. Juli 2014, vor dem iranischen Konsulat eine Kundgebung gegen die Inhaftierung des iranischen Gewerkschafters Resa Schahabi statt. Resa Schahabi ist ein aktiver Gewerkschafter der Teheraner Busfahrgesellschaft und wurde zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt.

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Iran: US-Firma Boeing schließt Vertrag

Die US-Regierung hat eingewilligt, dass die US-Flugzeugfirma Boeing einen Vertrag mit dem Iran schließt, die iranischen Passagierflugzeuge mit Ersatzteilen zu versorgen, um eine bessere Flugsicherheit zu gewährleisten. Es ist das erste Mal in 35 Jahren, dass ein solcher Vertrag zwischen einer US-Firma und der iranischen Regierung zustande kommt. Der iranische Markt öffnet sich wieder für US-Firmen.

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Iran: Journalisten-Ehepaar verhaftet


Jason Rezaian und Yegane Salehi, letzten Donnerstag verhaftet

Am Donnerstag, den 24. Juli 2014, wurde das Journalisten-Ehepaar Jason Rezaian, der Korrespondent für die Washington Post in Teheran, und seine Frau Yeganeh Salehi, Korrespondentin der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Zeitung „National“ verhaftet. Auch ein US-iranische Fotoreporter wurde verhaftet. Derzeit sind im Iran 66 Journalistinnen und Journalisten oder WebloggerInnen in Haft.

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Iran: 1 Jahr und 3 Monate für Gedicht über Gefängnis


Halu – seine Waffe ist das Wort

Der satirische Dichter Mohammadresa Ali Payam, im Iran bekannt unter dem Namen Haloo (Halu), durfte schon mehrmals mit dem Ewin-Gefängnis Bekanntschaft schließen. Er hat bei seinem letzten Gefängnisaufenthalt ein Gedicht über das Gefängnis geschrieben, das ihm jetzt von der 26. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran unter Richter Pirabbassi eine weitere Haftstrafe einbrachte. Interessanterweise wurde er nur angerufen, er möge sich sein Urteil abholen. Als er zum Gericht ging, durfte er sich das Urteil durchlesen, aber nicht einmal eine Kopie mitnehmen. Die iranischen Richter wollen offensichtlich nicht, dass die Dokumente ihrer Verbrechen an die Öffentlichkeit gelangen.
Der Dichter muss jetzt also wieder ins Gefängnis.
Weitere Details finden sich auf der englischen Webseite der iranischen Menschenrechtsvereinigung HRANA:
https://hra-news.org/en/poet-receives-imprisonment-sentence-tehran

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Iran: Die Angst der Herrscher vor dem toten Dichter


Gedenkfeier zum Todestag von Ahmad Schamlu

Am vergangenen Donnerstag, den 24. Juli 2014, hatte der iranische Schriftstellerverband zu einer Gedenkfeier am Grab von Ahmad Schamlu eingeladen, um mit einer Gedichtlesung an seinen 14. Todestag zu erinnern. Der engagierte Dichter, der unter dem Schah mehrfach inhaftiert worden war und schließlich ins Exil ging, um 1980 wieder zurück zu kehren, ist den heutigen Erben der Macht des Schahs offensichtlich ein Dorn im Augen. So wurden die Teilnehmer der Veranstaltung gefilmt und die sogenannten Sicherheitskräfte drohten mit gewalttätigem Eingreifen. Dies veranlasste den Schriftstellerverband, die Gedenkfeier abzukürzen.

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Iran: Rückkehr der Frauen in die Musik

Zu den großen „Errungenschaften“ der islamischen Revolution im Iran gehörte es unter anderem, den weiblichen Gesang in der Öffentlichkeit zu verbieten, und es dauerte lange, bis die ersten Frauenstimmen wieder in den iranischen Medien zu hören waren.

Madschid Darachschani, der einige Zeit in Deutschland in Köln gelebt hatte und hier als Musiklehrer tätig war und in Europa Konzerte gab, kehrte vor ca. 10 Jahren in den Iran zurück, wo er privaten Musikunterricht auch für Frauen gab und auch eine Musikgruppe namens „Mahbanu“ gründete, die von Frauen gebildet wird. Die Frauen spielen traditionelle iranische Instrumente, traditionelle Musik und singen alte Texte. In diesem youtube-Video stammt der Text von Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (bekannt als Moulana Rumi), der 1273 in Konya starb. Die Lieder von Rumi werden von den Derwischen gesungen, die heute im Iran ebenfalls verfolgt und inhaftiert werden.

Hier der Link:
نماهنگ جدید „گروه ماه بانو“ با عنوان „جـان عاشق“
http://www.youtube.com/watch?v=BvDXf6IZuQw

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Iran: Steininschriften


Aus der Zeit der Sassanidenherrscher stammen zwei Steininschriften, die mindestens 1400 Jahre alt sind und über Jagd und andere Tätigkeiten jener Zeit berichten. Es sind sprachliche und historische Denkmäler, aber der Staat schützt sie nicht. So versuchten Schatzräuber sich zu vermuteten Schätzen Zugang zu schaffen, indem sie bei den Steinen Sprengladungen anbrachten. Zum Glück wurden die Inschriften dabei nicht zerstört. Dafür liegen sie jetzt am Boden, im Müll, der Witterung und den Dieben ausgesetzt. Ein trauriges Zeitzeugnis.

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Iran: Es gibt keinen Grund, sie freizulassen


Iranischer Parlamentsabgeordneter Ali Mottahari

In einem Rechtsstaat sollte man erwarten, dass es einen Grund geben muss, um jemanden zu inhaftieren. Im Iran ist die Logik umgekehrt. Auf eine Intervention des Parlamentsabgeordneten Ali Mottahari, die beiden noch immer im Hausarrest festgehaltenen ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Mirhossein Mussawi und Mehdi Karubi freizulassen, erklärte der Oberste Staatsanwalt des Irans, Gholam Hossein Mohseni Esche‘i, am Sonntag, den 27.07.2014: „Es gibt keinen Grund, sie freizulassen. Sie sind die Anführer der Verschwörung (gemeint sind die Wahlfälschungsproteste von 2009), sie haben schwere Schuld auf sich geladen, und solange sie nicht bereuen, gibt es keinen Grund, sie freizulassen.“
Mehdi Karubi ließ durch seinen Sohn übermitteln, dass er gewiss nicht vor den „irdischen Göttern Reue bekennen“ werde.
Und die Tochter von Mirhossein Mussawi erklärte dazu: „Keiner kann uns zwingen, „Schwarz“ zu sagen, wenn wir „Weiß“ sehen.“
Ali Mottahari schrieb in einer öffentlichen Erwiderung auf die Erklärung des Obersten Staatsanwalts: Das, was die Behörden verlangen, widerspricht dem iranischen Grundgesetz, der islamischen Scharia und den Traditionen der Propheten. Reue ist ein Akt zwischen Mensch und Gott, der Staat hat dort nichts verloren. Und keiner der Propheten hat je verlangt, dass man gegenüber dem Staat Reue bekennen muss. Mottahari führte weiter aus, wenn die beiden inhaftierten Präsidentschaftskandidaten große Schuld auf sich geladen hätten, könne man jedenfalls nicht übersehen, dass die Gegenseite, die Staatsmacht, noch viel mehr Schuld auf sich geladen habe. Seltsamerweise sei von denen niemand im Hausarrest und niemand verlange Reue von ihnen.
Dieser Hinweis ist eine Retourkutsche an Esche‘i, der unter Präsident Ahmadineschad – dem Wahlfälscher – erst Geheimdienstminister und dann Generalstaatsanwalt war, also einer der Verantwortlichen für die Staatsverbrechen nach der Wahlfälschung vom Juni 2009.

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Iran: Der Pate mit dem Kinderwagen

1979 bis 2014 ist eine lange Zeit – 35 Jahre, und so lange schon ist im Iran dieselbe – wenn auch untereinander zerstrittene – Elite an der Macht. Genügend Zeit für die an der Spitze, ihre Ansprüche zu definieren und ihre Herrschaftsbereiche abzugrenzen, mit allen Methoden, wie sie aus Filmen wie „Der Pate“ bekannt sind. Es ist keine Frage der Religion, sondern der fehlenden Gewaltenteilung.


Der Pate – 1
Modschtaba Chamene‘i, der Sohn des Religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i, ist einer dieser Paten. Er macht sich die Hände nicht schmutzig, dafür hat er seine Leute. Wenn diese so lange ihr Unwesen getrieben haben, dass sie allgemein bekannt und verrufen sind, zieht man sie aus dem Verkehr, eventuell mit einer Todesstrafe, die dann in eine lebenslängliche Strafe umgewandelt wird, dann in 10 Jahre Gefängnis, dann in 5 Jahre, und draußen sind sie, und können die Reichtümer in Ruhe genießen, die sie im Schatten der Macht angehäuft haben. Die eigentlichen Drahtzieher aber treten selten an die Öffentlichkeit und erst recht nicht mit ihrer Familie.


Der Pate – 2

Hier sehen wir mal einen von ihnen: Modschtaba Chamene‘i, mit Ehefrau und zwei netten kleinen Kindern. Das wirkt im Iran genauso wie in der deutschen Regenbogenpresse. So, wie die Paten noch bis vor kurzem den Segen der Kirche hatten, hat dieser den des Religiösen Führers. Und wer wagt es schon, Menschen mit so einem Heiligenschein öffentlich zu kritisieren?
Wie man sieht, ist der Trick der ägyptischen Pharaonen, die sich selbst als Götter darstellten, zwar einige Jahrtausende alt, aber er wirkt noch heute nach.

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Iran: Vom Jerusalem-Tag zum Gaza-Streifen

Die jüngsten Kämpfe im Gaza-Streifen, die weltweite Proteste auslösten, haben im Iran dazu geführt, dass zum traditionellen „Ruse Qods“ (Jerusalem-Tag) nicht nur die üblichen Regierungsdemonstranten auf die Straße gingen. Der Jerusalem-Tag, der an die Parole Ajatollah Chomeinis aus dem irakisch-iranischen Krieg anknüpft, der Iran wolle Jerusalem (Israel) erobern, wird Jahr für Jahr mit abnehmender Begeisterung in der iranischen Bevölkerung begangen, und im Gegensatz zur Regierung erinnern die Studentinnen und Studenten, die dieses Jahr auf den Kundgebungen zu sehen war, an die unschuldigen Opfer des Krieges und an die Gebote der Menschlichkeit. Die Parolen „Tod für Amerika“ oder „Tod für Israel“ blieben den iranischen Hisbullahis und ihren Gesinnungsgenossen vorbehalten, in der Menge der Demonstrierenden stießen sie kaum auf Wiederhall.

Eine Regierungsparole: Sowohl Gaza wie Libanon, meine Seele für den Islam.
- Er wird wohl mit seiner Seele allein im israelischen Raketenfeuer umherirren, die Iraner schienen nicht sehr davon angetan, dieser Parole zu folgen.


Studentinnen, die auf die Folgen des Krieges für die Zivilbevölkerung hinweisen.


Kleiner Junge mit Waffe – der würde gern losballern und für Gaza in den Krieg ziehen.
Neben ihm seine Mama – tiefschwarz im Tschador verhüllt. Typische Regierungsklientel.


Wir sind Palästina. Die unkriegerische Form der Solidarität, auch diese kommen nicht aus dem Regierungslager.

Auch die iranischen Friedensmütter protestieren gegen die Massaker im Gaza-Streifen:

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Iran: 127 Jahre Gefängnis für Facebook-Seite

Im Mai 2014 wurden acht Facebook-Mitglieder im Iran zu insgesamt 127 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre Haftstrafen belaufen sich auf 8 Jahre bis 21 Jahre. Die Vergehen, derer sie beschuldigt werden, sind „Propaganda gegen das System“, „Beleidigung“ oder „Versammlung und geheime Absprachen gegen die nationale Sicherheit“. Unter den Verurteilten befindet sich auch Roya Saberi Negad Nobakht.


Roya Saberi Negad Nobakht und Ehemann Daryoush Taghipoor

Im Folgenden geben wir ein Interview von Radio Farda mit ihrem Ehemann, Daryoush Taghipoor, wieder:

Bitte stellen Sie sich vor.

Ich bin Daryoush Taghipoor, Ehemann von Roya Saberi Negad Nobakht, die in den Iran gegangen war, um ihre Familie zu besuchen und wegen ihrer Facebook-Seite festgenommen wurde.

Welche Aktivitäten hatte sie in ihrer Facebook-Seite, die eine Festnahme begründen?

Meine Frau stand über ihren Computer und Facebook mit ein paar Leuten aus der Stadt Schiras in Kontakt. Als sie in den Iran kam, ging sie auch nach Schiras um diese Leute zu besuchen. Bei ihrer Festnahme wurde ihr gesagt, sie hätte damit „die rote Linie überschritten“. Ihr wurde vorgeworfen, dass sie manche Texte selbst geschrieben und andere Texte durch die „Teilen“-Funktion von Facebook übernommen hätte.

Wie hoch war das Urteil für ihre Frau?

Sie muss 20 Jahre im Gefängnis bleiben.

War Ihre Frau politisch aktiv?

Nein, nein. Ich hatte keine politische Aktivität, meine Familie nicht, Roya nicht und ihre Familie auch nicht. Wir hatten keinen Kontakt mit einer politischen Person oder einer politischen Gruppe. Wir sind ganz normale Menschen und gehen unserer Arbeit nach.

Sie und ihre Frau wohnen in Großbritannien und jetzt ist ihre Frau im Gefängnis. Haben Sie die zuständigen Behörden in Großbritannien oder im Iran um Unterstützung gebeten?

Wir sind Iraner. Nach unseren Prinzipien müssen wir unsere Probleme untereinander lösen. Ich möchte nicht als Bittsteller gegenüber Fremden (gemeint ist der britische Staat) auftreten. Ich habe an die Facebook – Accounts von Herrn Zarif (iranischer Außenminister) und Herrn Rouhani (iranischer Staatspräsident) geschrieben. An den Religiösen Führer Chamene’i habe ich einen Brief geschrieben. Ebenso an den Leiter der Judikative. Meine Frau Roya hat auch Briefe an diese Personen geschrieben.

Hat Ihre Frau einen Anwalt?
Ja, sie hat einen Anwalt. In ihrer Akte sind acht Personen genannt, im Alter von 18 bis 50 Jahren. Diese Leute haben alle nichts Besonderes in ihrer Facebookseite veröffentlicht. Ich bin 50 Jahre alt und Roya ist 48. Wenn Roya 20 Jahre im Gefängnis bleiben muss, wird unser Leben zerstört. Die Strafe, die diesen Menschen auferlegt wird, ruiniert ihr Leben. Sie waren keine bewaffneten Leute

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Versammlung von KünstlerInnen vor der Theaterverwaltung in Teheran

Am heutigen Dienstag, den 22.07.2014, haben sich bekannte KünstlerInnen, SchauspielerInnen und Kulturschaffende der Teheraner Theaterszene vor dem zentralen Gebäude der Theaterverwaltung versammelt. Sie forderten ausstehende Gehälter für Theaterbeschäftigte ein und verlangten neue Verträge für sie. Es wurde hervorgehoben, dass in diesen Verträgen auch die Zeit der Einübung der Theaterstücke als Arbeitszeit abgegolten wird. Dem stellvertretenden Leiter der Theaterverwaltung, Al Moradchani, wurde eine Frist von zwei Wochen gesetzt. Wenn sich bis dahin nichts bewegt hätte, käme man wieder – aber dann mit sehr viel mehr Leuten.

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Iran: Nourusabad – im Süden von Teheran


Nourusabad ist ein Viertel im Süden von Teheran.
Was in Europa als „Nord-Süd-Konflikt“ tituliert wird, spiegelt sich im Unterschied zwischen Nord-Teheran und Süd-Teheran wieder. Im Norden wohnen die Reichen, die Mächtigen, im Süden diejenigen, die keine Arbeit haben, oder eine Woche pro Monat. Hier wohnen die Menschen, in deren Stadtteil es keinen Metzger gibt, weil sich niemand Fleisch leisten kann, in denen man selbst beim Bäcker und beim Lebensmittelhändler in der Kreide steht, weil man kein Geld hat, zu zahlen. Oder erst, wenn man mal wieder Arbeit gefunden hat. Nicht einmal gesundes Wasser gibt es hier, dafür stinkendes Abwasser vor der Haustür. Viele Kinder werden nicht in die Schule geschickt, weil sich die Eltern nicht das Geld für die Schulkleidung leisten können. Frauen sitzen vor den Häusern in der glühenden Hitze und häkeln. Hier ist die Armut und ihr Geruch zu greifen. Um das zu ändern, haben die Iraner eine Revolution gemacht, und was ist der Lohn?

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Iran: Streik der Grubenarbeiter

In der Region Semnan streiken die Arbeiter der Kohlegrube der staatlichen Firma „Alborse scharqi“. Die Arbeiter haben sich in Schahrud vor dem zentralen Sitz der Firma versammelt, um gegen die Privatisierungspläne der Firma zu protestieren. Diese Pläne betreffen auch die Arbeiterwohnungen.

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