Iran in den Fängen der Schwarzen Hand

Seit einiger Zeit treten namentlich in Teheran Straßenkünstler unter dem Namen ‚Black Hand‘ an die Öffentlichkeit. Sie nutzen die Hauswände ähnlich wie die Grafitti-Maler, wobei ihre Kunst oft eine klare Botschaft vermittelt.

Berühmt geworden ist ihr Plakat mit einer jungen Iranerin, die in den Farben der iranischen Fahne gekleidet ist und eine Spüli-Flasche wie den Siegespokal bei den Fußballweltmeisterschaften in die Höhe hält. Ihr Gesichtsausdruck ist dabei eine Mischung von Empörung und Verachtung.
Das Plakat spielt darauf an, dass die iranischen Sittenwächtern den Frauen verboten, gemeinsam mit den Männern in der Öffentlichkeit bei der Übertragung der Fußball zuzuschauen. Die Frauen sollen brav zu Hause bleiben… Dass frau da sauer wird, versteht sich.
Sauer werden auch die Sittenwächter, die jeden Morgen die geklebten Plakate übersprühen, aber dabei überfordert sind, so dass sich die Bevölkerung schon darüber amüsiert, was sie beim Übersprühen übersehen haben.


Ein anderes Plakat lautet: „Genug gekämpft, jetzt weiter mit Diplomatie!“ Das muss nicht unbedingt auf die Atomverhandlungen gemünzt sein, sondern ist wohl eher eine Aufforderung an die Bevölkerung, den Staat unterschwellig zu unterlaufen, so dass die Repression ins Leere läuft.


Am Schluss sei noch ein drittes Plakat vorgestellt:
Ein Schild mit der Aufschrift: Übergang für Behinderte, dahinter ein Sprühbild von einem Skater.

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