Iran: Wenn die Waffenträger den Ton angeben

Pirus Ardschmand, der Generaldirektor der iranischen Musikbehörde, spricht sich gegen die Geschlechterapartheid bei Konzerten aus.
Er weist darauf hin, dass die Initiative, Konzerte für Männer und Frauen getrennt aufzuführen, nicht vom iranischen Kultusministerium ausgeht, sondern von den „Sicherheitskräften“, die diesen Plan ins Leben gerufen haben.
Pirus Ardschmand erklärt gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ISNA, dass eine solche Trennung der Geschlechter unter den Konzertbesuchern gegen die iranischen Familientradition verstößt, da die Ehepartner und Familien traditionell Konzerte gemeinsam besuchen.
Seine Worte sind klar: „Wenn es darum geht, in den Konzerten eine Geschlechtertrennung zu praktizieren, werden wir überhaupt keine Konzerte mehr veranstalten.“
Er hält auch nichts davon, „Sicherheitskräfte“ bei den Konzerten aufzustellen, um diese Verbote durchzusetzen.
Man darf annehmen, dass er bald aus seinem Posten entfernt wird, aber der Mann hat Mut.

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