Archiv für Oktober 2014

Iran: Wasser zu Wein?

Über die Verwandlung von Wasser zu Wein kann man in der Bibel lesen.
Im Iran bringt man ein anderes Kunststück zustande: Dort verwandelt man Wasser in Abwasser,
Zugegeben, es riecht nicht ganz so wie bei einer Weinprobe, und der Iran hat auch keine Urheberrechte auf diese Erfindung, hier am Bodensee hat man dieses Experiment vor über vierzig Jahren auch schon gemacht.
Im Gegensatz zum Iran hatten aber weder Bayern noch Vorarlberg, weder der Thurgau noch Sankt-Gallen oder Baden-Württemberg die Absicht, ihre Probleme mit dem Bau der Atombombe zu lösen. Sie begnügten sich mit kleinen Dingen, zum Beispiel dem Bau von Kläranlagen rings um den See. Der Erfolg kann sich sehen lassen – heute muss man im Winter keine Seeputzete mehr mit Schülern veranstalten.
Geld hätte der Iran ja genug, so etwas zu bauen, und statt sich von Indien billige Stoffe liefern zu lassen und von China Gebetsteppiche, könnte man ja auch chinesische und indische Ingenieure und Baufirmen holen und Kläranlagen im ganzen Iran bauen. Aber dabei verdient man wohl nicht so viel wie mit Schmuggel und so.
Faktum ist jedenfalls, dass zahlreiche Flüsse im Iran heute nur noch als Abwasserkanäle bezeichnet werden können. So leitet nicht nur die Industrie, sondern auch große Städte wie Rascht ihr Wasser ungeklärt in die Flüsse Sardschub und Gohar-Rud (Region Gilan), von wo es dann in das Riedgebiet und die anschließende Lagune Ansali fließt, die für ihren Fischreichtum berühmt ist. Am Anfang werden die Fische (bestimmte Arten, zumindest) sich vermehren, weil es mehr Nährstoffe gibt, und dann wird das Wasser zu faulen beginnen und die toten Fische auf dem Wasser treiben.
Solange es im Iran keine Autonomien gibt, sondern alles von der Zentralregierung entschieden und verteilt wird, ist mit Besserung nicht zu rechnen. Denn die Bevölkerung, die es „ausbaden“ muss, hat nichts zu sagen und hat auch kein Geld, selbst Kläranlagen zu bauen.

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Iran: Explosion im militärischen Sperrbezirk Partschin

In der Nacht von Sonntag auf Montag (5. auf 6. Oktober 2014) kam es laut Angaben des iranischen Verteidigungsministeriums bei der Sazeman-e Sanaye‘e Defa‘ (Organisation der Verteidigungsindustrie), die militärische Ausrüstung und Sprengstoffe für das Verteidigungsministerium herstellt, zu einem Brand, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen seien.
Laut Saham-News, die Mehdi Karubi nahe steht, kam es im militärischen Sperrbezirk Partschin im Osten Teheran zu einer heftigen Explosion, die die ganze Umgebung erschütterte und die Scheiben der Häuser im Umkreis eindrückte. Ein heller Schein war am Ort der Explosion von weitem zu sehen. Die Wege Richtung Partschin wurden von den Militärs gesperrt, so dass niemand den Vorfall aus der Nähe begutachten konnte.
Die Internationale Atomenergiebehörde hegt den Verdacht, dass in Partschin Zünder für atomare Sprengkörper entwickelt werden. Bis heute wurde der Internationalen Atomenergiebehörde der Zugang zu diesen Einrichtungen verweigert.

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Iran: .. und morgen die ganze Welt


Der Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionswächter (Pasdaran) Asis Dscha‘fari hat letzte Woche in einem Interview mit der islamisch-fundamentalistischen Zeitung Keyhan Folgendes erklärt: „Die Aufgabe der Jerusalem-Streitkräfte“ ist die Verbreitung der Islamischen Revolution auf der ganzen Welt“.
Nicht mehr, nicht weniger, kam natürlich auf der ersten Seite, wie man an beiliegendem Bild sieht.
Als Jerusalem-Streitkräfte werden bestimmte Einheiten der iranischen Pasdaran bezeichnet, die vor allem im Ausland eingesetzt werden.

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Iran: Neues von den Schmuggelbrüdern

Mohammad Morawwedsch Hosseini, Vorsitzender des Verbandsvorstands der Textilindustrie, hat in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ILNA interessante Hinweise auf die Tätigkeit der Pasdaran geliefert. So erklärt er, dass der Iran für seine Erdölexporte nach Indien 45% des Preises in Rupien erhalte, den Rest bekomme er in Waren bezahlt. Teil dieses Geschäfts sind 220.000 Tonnen Tuch und 25.000 Tonnen Garn schlechter Qualität, die jetzt vom Iran importiert wurden. Mohammad Morawwedsch Hosseini nennt die Importeure: Von den 220.000 Tonnen Tuch, die aus Indien in den Iran importiert wurden, wurden 50.000 Tonnen von Firmen eingeführt, die den militärischen Institutionen gehören (gemeint sind die Pasdaran), 80.000 Tonnen wurden offiziell über die Freihandelszonen importiert (die auch unter staatlicher iranischer Kontrolle stehen), und die verbliebenen 90.000 Tonnen wurden auf dem Wege des Schmuggels ins Land gebracht. (Auch wenn er es nicht sagt: Auch hier sind die Pasdaran wieder beteiligt, die vom vergangenen Präsidenten Ahmadineschad einmal als Schmuggelbrüder bezeichnet wurden. Das war wohl einer der wenigen Aussprüche von ihm, die die Wahrheit auf den Kopf trafen, wobei man nicht vergessen darf, dass er selbst zu ihnen gehört).

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