Saurer Regen im Iran: Bassidschi sind geschult


Pasdar-General Mohammad Resa Naqdi

Mohammad Resa Naqdi, Vorsitzender der Bassidschi-Milizen, erklärte am 17.11.2014 in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur FARS, dass die Bassidschi-Milizen 22 Million Mitglieder umfassten (bei einer Bevölkerung von 75 Millionen Einwohner – das glaubt er ja selber nicht!).
Weiter spricht er von 2000 Bassidschi-Kampf-Einheiten, die seit einem Jahr darin geschult würden, den Kampf zur „Durchsetzung des religiös Gebotenen und zur Unterbindung des religiös Verbotenen“ (amr be ma°ruf wa nahy az monker) durchzuführen.
Auch wenn die Ajatollahs zornig werden, aber im iranischen Kontext kann man das nur so verstehen, dass sie geschult wurden, wie man Frauen Säure ins Gesicht schüttet. Eine Woche zuvor hatte das iranische Parlament einen Beschluss gefasst, dass es Aufgabe der Bassidschis sei, „Kulturarbeit und die Durchsetzung des religiös Gebotenen sowie zur Unterbindung des religiös Verbotenen auf mündlicher Basis“ durchzuführen. Sollen sie die Säure mit dem Mund ausspucken?
Mohammad Resa Naqdi wäre freilich auch ohne den Parlamentsbeschluss gut zurecht gekommen. Gegenüber der Nachrichtenagentur FARS erklärte er nämlich: „Wenn es auch kein Gesetz zur Durchsetzung des religiös Gebotenen und zur Unterbindung des religiös Verbotenen gäbe, wären wir trotzdem verpflichtet, dies durchzuführen, denn die Durchsetzung des religiös Gebotenen ist göttliches Gesetz, das im Koran erwähnt wird.“

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