Was machen Generäle der iranischen Revolutionsgarden im Irak?


General Qassem Soleimani, Befehlshaber der Qods-Einheit der iranischen Pasdaran (die Person rechts!)

Nachdem die irakische Armee ihren Widerstand gegen Organisationen wie IS (Islamischer Staat) aufgegeben hat, haben nicht nur die kurdischen Streitkräfte, sondern auch die Schiiten im Irak Unterstützung von der iranischen Seite erhalten. So entstanden unter den irakischen Schiiten etwa ein Dutzend bewaffneter Milizen, die jetzt unter der Dachorganisation Haschd asch-Scha‘bi (Volksmiliz) versammelt sind. Der Befehlshaber dieser Volksmiliz ist Dschamal Dscha‘far Mohammad, unter dem Kampfnamen „Abu Mahdi Mohandes“ bekannt. Er gehörte zu den früheren Befehlshabern der Badr-Garde, die vom Iran aufgebaut wurde. Ausgebildet wurden die Kämpfer der Garde von den iranischen Pasdaran. Diese Garde von 30.000 Kämpfern kämpfte gegen Saddam Hossein und wurde sofort in den Irak verlagert, als Saddam Hossein gestürzt wurde. Sie füllten das militärische Vakuum, dass der Sturz von Saddam Hossein hinterlassen hatte. Es heißt, dass Abu Mahdi Mohandes selbst an einem Anschlag auf Saddam Hossein beteiligt gewesen sei. Auch soll er an einem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Kuweit im Jahre 1983 mitgewirkt haben. Abu Mahdi Mohandes soll ein enger Vertrauter von General Qassem Soleimani sein, dem Befehlshaber der Qods-Einheit der iranischen Pasdaran. Diese Einheit ist auf Auslandseinsätze spezialisiert.
Sowohl die kurdischen wie die schiitischen Milizen im Irak sind mit der Unterstützung durch die Pasdaran zufrieden. Sie erhalten nicht nur Waffen und Militärberater, sondern auch Kenntnisse, die – wie sie sagen – die amerikanischen Berater zurückgehalten haben. So wissen sie jetzt, wie man kleine, unbemannte Flugzeuge, sogenannte Drohnen, zur Aufklärung einsetzt.

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