Der Islam ist auf den Hund gekommen


Der Hund ist der beste Freund des Menschen

Eigentlich gilt der Hund unter den Muslimen als unrein. Deswegen ist das Schimpfwort Hund oder Hundesohn in islamischen Kulturen besonders beleidigend, im Persischen sollte man deshalb niemals zu jemandem „Pedar-Sag“ (Vater-Hund) sagen. Auch „it“ oder „itoglu“ im Türkischen ist nicht empfehlenswert, oder „kalb“ im Arabischen.
Interessanterweise hat dies aber auch die iranische Polizei nicht daran gehindert, mit Hunden gegen Demonstranten vorzugehen. Oder bei Durchsuchungen von Wohnungen oder Autos die feine Nase von Hunden zu nutzen.
Und in vielen Dörfern des Irans ist es ganz normal, einen Hund zu haben. Man hält ihn nicht in der Wohnung, sondern draußen, wo er schläft und frisst, aber auch iranische Kinder spielen mit den Hunden wie hier im Westen auch.
Zur Schahzeit war es unter Städtern noch wenig üblich, einen Hund zu halten, von den ganz Reichen mit großen Villen einmal abgesehen. Unter der Islamischen Republik Iran hat sich das gründlich geändert. Gerade, weil die Mollas ständig predigen, dass Hunde unrein seien, wurde es unter Jugendlichen zur Mode, sich einen kleinen Hund anzuschaffen und mit ihm im Park spazieren zu gehen, wo man auf gleichgesinnte HundebesitzerInnen traf und sich unterhielt. Wenn sich ein Junge und ein Mädchen treffen wollten, ohne verheiratet zu sein, wäre das sonst ein Problem gewesen, aber die jeweiligen Hunde boten eine willkommene Ausrede.
Aber irgendwann kriegten die Geistlichen das spitz und wiesen die Polizei an, den Menschen zu verbieten, die Hunde in den Park zu bringen.
So führt man die Hunde heute in der Stadt eher zu nächtlicher Stunde aus.

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