Iran: Über 40 Hinrichtungen in drei Tagen

Auffällig ist, dass nach dem scheinbaren Erreichen einer Übereinkunft zwischen dem Westen und dem Iran über eine atomare Abrüstung eine Hinrichtungswelle im Iran eingesetzt hat. Sie ist zwar nicht mit den Massenhinrichtungen von 1987 vergleichbar, als Ajatollah Chomeini nach dem Waffenstillstand mit dem Irak ein Massaker in den Gefängnissen anordnete. Aber sie weckt Befürchtungen, dass das Nachfolgeregime von Ajatollah Chamene‘i zum Schluss gelangt sein könnte, die Öffentlichkeit durch die Schaffung einer intensiven Atmosphäre des Schreckens unter Kontrolle zu halten.
Am Mittwoch, den 15. April, wurden 5 Gefangene in Gefängnis von Radscha‘i-Schahr erhängt.
Am Montag und Dienstag, den 13. und 14. April, wurden 37 Gefangene im Gefängnis von Rascha‘i-Schahr und von Qesel-Hessar erhängt.
Eine größere Zahl von Gefangenen wurde jetzt in Einzelzellen verlegt, ein Indiz, dass auch ihre Hinrichtung bald bevorstehen könnte.

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