Iran: Mörderischer Kampf gegen Ölschmuggler

Die iranische Region Sistan und Balutschistan im Süden des Landes gehört zu den ärmsten Gegenden des Landes. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung hält sich durch Grenzhandel über Wasser, und im Gegensatz zu den Schmuggelbrüdern an der Spitze – den Pasdaran, werden sie unbarmherzig verfolgt. So ein Vorfall ereignete sich am Sonntag, den 10. Mai 2015 in der Nähe von Mohammad, Landkreis Iranschahr, Region Sistan und Balutschistan. Dort fiel der Verdacht der staatlichen Verfolgungsorgane auf ein Fahrzeug, von dem sie annahmen, dass dieses Benzin schmuggle. Sie verfolgten das Fahrzeug und schossen darauf. Das Fahrzeug stürzte um, fing Feuer, und die Insassen verbrannte.
Darauf griffen die Bewohner der nahe gelegenden Dörfer Mohammad-Abad und Karim-Abad im Landkreis Iranschahr den Polizeiposten in Mohammadan an. Später besetzten vorwiegend jugendliche Demonstranten die Verbindungsstraße von Bampur nach Iranschahr. Es sollen 500 Personen an dieser Besetzung teilgenommen haben. Zwei Fahrzeuge der „Sicherheitskräfte“ wurden in Brand gesetzt.
Der Provinzgouverneur unterschlug in seiner öffentlichen Erklärung die Tatsache, dass die „Sicherheitskräfte“ das Feuer auf das verunglückte Fahrzeug eröffnet hatten und behauptete, die Leute seien nur aufgehetzt worden.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email