Kurdistan (Iran): Generalstreik

Seit dem 1. Mai herrscht im iranischen Kurdistan Besatzungszustand. Die staatlichen Kräfte versuchen alle Proteste zu unterdrücken, die laut wurden, seit ein Zimmermädchen sich vor der Vergewaltigung durch einen hochrangigen Beamten davor schützte, dass sie aus dem vierten Stock des Hotels auf die Straße sprang. Das Zimmermädchen verstarb vor Ort.

Die Empörung in Kurdistan ist seither groß, denn es versteht sich, dass der Täter, der offensichtlich hohe Rückendeckung im Sicherheitsapparat genießt, nicht verfolgt wird.

Es kam zu Spontankundgebungen und am 13. und 14. Mai 2015 zu einem Generalstreik in Kurdistan, an dem sich die EinwohnerInnen der Städte Mahabad (dem Ort, wo das Mädchen gestorben ist), Sanandadsch, Piranschahr, Mariwan, Saqes, Bukan, Sardascht, Oschnawiye, Bane, Kermanschah u.a. beteiligten.

Die sogenannten Sicherheitskräfte reagierten mit Brutalität und Massenverhaftungen auf diese Proteste, es gab viele Schwerverletzte und Gefangene, die jetzt vermutlich in den Kellern des Sicherheitsdienstes „verhört“ werden.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email