Iran – USA: Vereinigte Militaristische Großmäuler

In den kriegerischen Auseinandersetzungen im Jemen sind neben Saudiarabien auch der Iran verwickelt, der offiziell wie inoffiziell die Huthis unterstützt. In letzter Zeit nahmen zwei Hilfslieferungen in den iranischen Medien breiten Raum ein. Im ersten Fall ging es darum, dass ein iranisches Flugzeug mit angeblichen Hilfslieferungen in Jemen landen wollte. Schon im Vorfeld drohten das iranische Militär und die Pasdaran damit, sie würden Saudiarabien bombardieren, wenn sie es wagen sollten, diesen Flug zu behindern.

Was geschah dann? Das iranische Flugzeug wurde zum einen von saudiarabischen Flugzeugen eskortiert, zum zweiten bombardierten saudische Flugzeuge den Flughafen, auf dem das iranische Flugzeug landen wollte. Die Piste war nicht mehr zu benutzen, und das iranische Flugzeug kehrte unverrichteter Dinge wieder zurück. Das erfuhr man in den iranischen Medien dann nicht mehr.

Der zweite Fall ist noch neueren Datums: Wiederum wurden großartige Hilfleistungen für Jemen angekündigt, medizinische Hilfe, versteht sich. Diesmal per Schiff. Der iranische Generalstabschef, der Chef der Revolutionswächter (Pasdaran) und der Chef der Bassidischi-Milizen kündigten an, wer immer das Schiff auf seinem Weg nach Jemen behindere, müsse mit ihrer Reaktion rechnen. Sie hätten wendige kleine Selbstmordkommandos, die jedes Schiff versenken würden, das die Hilfsleistung behindern wolle. Ausführlich wurde in den iranischen Medien berichtet, wo das Schiff sich gerade befindet. Dann wurde es still.

Denn zwischenzeitlich hatte die US-Regierung darauf hingewiesen, dass Hilfsleistungen an Jemen über Djibouti laufen müssen, wo die UNO ein entsprechendes Verteilungszentrum installiert hat. Und unter der Hand wurde der iranischen Regierung wohl mitgeteilt, es sei klüger, ihr Schiff nicht in Jemen einlaufen zu lassen, sonst würde es von der US-Marine versenkt. So kam es, dass das Schiff schließlich in Djibouti landete und die iranischen Behörden zudem erlaubten, dass es auf versteckte Waffen durchsucht wird. In den iranischen Medien wurde zwar darüber gejammert, dass Djiboutis Parlamentsgebäude mit iranischen Hilfsgeldern erbaut wurde und das Land jetzt auf saudischer Seite Partei ergriffen habe, aber weder die reformistischen Medien noch die fundamentalistischen Medien des Irans berichteten über den weiteren Fortgang der Geschichte. Bekannt wurde es im Iran trotzdem, schließlich verfolgen die IranerInnen auch ausländische Medien.

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