Archiv für Juni 2015

Iran: Öffentliche Hinrichtungen in Maschhad


Vergangene Woche wurden in Maschhad drei Männer hingerichtet. Sie waren von der 8. Kammer des Revolutionsgerichts zum Tode verurteilt worden.


Gholam-Ali Sadeqi, Staatsanwalt bei der allgemeinen Gerichtsbarkeit und beim Revolutionsgericht von Maschhad, erklärte vergangene Woche gegenüber der staatlichen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft Seda wa Sima, dass den 3 Männern bewaffnete Überfälle zur Last gelegt werden, dass sie einen Goldhändler ermordet hätten und die öffentliche Sicherheit bedroht hätten.


Er sagte weiter: „Der eine Verurteilte ist 38 Jahre alt, die beiden anderen 27 Jahre.“


Mit anderen Worten: Es sind alles Kinder der Revolution, sie sind in der Islamischen Republik Iran großgeworden.
Was sie wirklich getan haben, wissen sie selbst am besten, faire Justiz ist im Iran nicht zu erwarten, und das Wort eines Staatsanwalts sollte man nirgends auf der Welt für bare Münze nehmen.


Auffällig ist, dass eine ganze Reihe von Neugierigen die Hinrichtung beobachten, Freude ist den Gesichtsausdrücken aber nicht zu entnehmen.

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Iran: die Saudis in die Wüste schicken?


Mohsen Resa‘i (ehemaliger Oberbefehlshaber der Pasdaran)

Mohsen Resa‘i, Sekretär der Versammlung zur Wahrung der Interessen des Systems, ist wieder zu den Revolutionswächtern (Pasdaran) zurückgekehrt, behält aber seinen Posten bei der zitierten „Versammlung“ bei. Mit eigenen Worten ist er zu den Pasdaran zurückgekehrt, um der nächsten Generation von Revolutionswächtern seine Erfahrungen zu übergeben. Er unterrichtet jetzt an einer Hochschule für die Pasdaran und tritt bei diversen öffentlichen Anlässen gemeinsam mit den Pasdaran-Generälen auf.
Größeres Aufsehen im Iran und in der Region erregte er nun mit dieser Äußerung:

Warnung an Saudi-Arabien

„Arabien (gemeint ist Saudi-Arabien) muss sich in Acht nehmen. Denn das iranische Volk hat (nur bis zu einer Grenze) Geduld. Schließlich beschränkt sich die Wahrung der nationalen Interessen nicht nur auf den geographischen Rahmen des Irans. Die nationalen Interessen bedeuten, dass wir mit der Region in Frieden und Ruhe leben. Wir alle haben die Pflicht, diese Sicherheit zu bewahren. Aber wenn sie unsere Sicherheit zerstören wollen, dann versetzen wir sie in die Zeit vor der Industrialisierung zurück.“

Mohsen Resa‘i bringt das Kunststück fertig, sich zugleich darüber zu wundern, dass die meisten Konflikte in der Region Opfer unter den Muslimen finden. Er selbst ist auf dem besten Weg, den nächsten Krieg unter Muslimen anzuzetteln.

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