Archiv für Juli 2015

Iran: Wirtschaftskrise blockiert Erdölsektor

Es ist absurd, aber ein so ölreiches Land wie der Iran musste aufgrund der fehlenden Devisen, Ersatzteile und anderer Hindernisse eine ganze Reihe von Projekten im Erdölsektor einstellen oder kann sie nicht vorantreiben.
Die betroffenen Projekte sind heute meist Bauruinen. Es handelt sich um:
Erdölraffinerie Anahita in Kermanschah, Schwerölraffinerie Chusestan, die Schahriyar-Raffinerie in Tabris, die Raffinerie Caspian in der Provinz Golestan, der Benzin-Komplex der Raffinerie von Bandar-Abbas, der Benzin-Komplex der Raffinerien von Esfahan, die Produktionseinheit zur Herstellung von Otto-Kraftstoff aus Olefin/Isoparaffin in der Raffinerie von Abadan.

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Iran – Deh-Scheich: Aufstand für Antennen und Alkohol

Deh-Scheich war bislang eine kleine Ortschaft in der Provinz Fars im Süden Irans. Seit Samstag ist der Ort schlagartig bekannt geworden, denn an diesem Tag kam es zu massiven Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und den sogenannten Sicherheitskräften, die über 1200 Antennen und alkoholische Getränke in den Wohnungen beschlagnahmt hatten. Diese ideologisch motivierten Schikanen sind in der Islamischen Republik Iran seit ihrer Gründung immer wieder vorgekommen, aber dass sich die Bevölkerung so vehement dagegen wehrt, ist neu. Auf einer Video-Aufnahme sind auch Schüsse zu hören, allerdings ist nicht festzustellen, von wem sie ausgehen.
Hier ein im Internet veröffentlichtes Kurzvideo.

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Iran: Der Schutzpatron der Diebe

Kürzlich hat der oberste Chef der iranischen Polizeikräfte, Ahmad Moqaddam, seinen Rücktritt eingereicht. Inzwischen wurde bekannt, dass eine Stiftung namens „Bonyad-e Ta‘awon-e Niru-ye Entesami“ (Stiftung der Kooperative der Ordnungskräfte) Gelder in der Höhe von 1200 Milliarden Tuman (315 Millionen Euro) veruntreut hat. Auch Ahmad Moqaddam bestätigte, dass von dieser Institution größere Geldbeträge veruntreut worden seien, natürlich nicht von ihm. Auch die Spitzeldienste der Ordnungskräfte halten den Vorwurf für zutreffend.
Daraufhin setzte das iranische Parlament eine Kommission ein, die den Fall untersuchen soll.
Mohammad-Resa Pur-Ebrahimi, Abgeordneter der Region Kerman im iranischen Parlament, hat heute, den 6. Juli 2015, in einer Presseerklärung dagegen protestiert, dass die Abgeordneten des Parlaments von der Stiftung nicht zur Kontrolle eingelassen wurden. Als Begründung für die Verweigerung heißt es, dass diese Institution der Kontrolle des Religiösen Führers, also von Ajatollah Chamene‘i, unterliegt und nur mit dessen Einwilligung überprüft werden kann.
Wie man sieht, gibt es auch im Islam einen Schutzpatron der Diebe.

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