Iran: Doppelzüngige Kurdenpolitik

Während der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani bei seinen jüngsten Reisen im iranischen Kurdistan auf Sympathiewerbung aus war, die Einrichtung eines kurdischen Dienstes der staatlichen Nachrichtenagentur versprach und die Schaffung eines Studiums der kurdischen Sprache zum kommenden Herbst in Aussicht stellte, kann man von Vertretern kurdischer Organisationen anderes hören.
So berichtet die Organisation „Komele“, dass auf Resa Ka‘bi in der Nacht vom 7. auf den 8. August ein Attentat verübt wurde. Der Täter hatte die Organisation infiltriert, um ans Ziel zu kommen. Resa Ka‘bi, Sekretär des Exekutivkomitees der Komele, überlebte den Anschlag unversehrt. Die gleiche Untergruppe von Komele berichtet auch, dass sie in letzter Zeit 4 Bomben in Stützpunkten der Komele entdeckt hat. Sie beschuldigt den iranischen Staat, wieder zur alten Politik des Terrors zurückzukehren.
Ein anderer Sprecher von „Komele“, Abdollah Mohtadi, erklärte in einem Interview mit dem in den USA ansässigen Radio Farda, dass an ihrem Stützpunkt in Suleymaniye im Irak fünf Bomben entdeckt wurden. Es habe sich um einen ausgeklügelten Anschlagsversuch gehandelt. Die Explosion der ersten Bombe hätte dazu geführt, dass Helfer an den Ort der Explosion geeilt wären. Die weiteren vier Bomben mit sehr hoher Sprengkraft hätten dann aus der Entfernung mit einem Telefon gezündet werden sollen.
Man darf nicht vergessen, dass im Juli 1989 der iranische Kurdenführer Ghassemlu in Wien ermordet wurde, im September 1992 wurde ein weiterer Kurdenführer, Sadegh Scharafkandi zusammen mit weiteren Kurden in Berlin im Mykonos-Restaurant ermordet. Hinter beiden Attentaten steckte der iranische Staat, das deutsche Gericht bezeichnete namentlich Ajatollah Chamene‘i als einen der verantwortlichen Auftraggeber. Er ist bekanntlich noch immer im Amt…

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